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Hinterland In vier Stadtteilen bleibt es länger hell
Landkreis Hinterland In vier Stadtteilen bleibt es länger hell
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20:04 27.12.2017
In der Kernstadt und in den Stadtteilen Erdhausen, Mornshausen und Weidenhausen sollen die Lichter erst um 1.30 Uhr ausgehen, damit die Nutzer von Bussen sicher nach Hause gelangen. Quelle: Silke Pfeifer-Sternke
Gladenbach

Der Antrag der Sozialdemokraten, der die Veränderung der Nachtabschaltung der Straßenlaternen zum Ziel hatte, passierte in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten das Parlament. Für die Verlängerung der Brenndauer der Straßenlaternen in der Kernstadt und den Ortsteilen Mornshausen, Weidenhausen und Erdhausen bis 1.30 Uhr rechnet Bürgermeister Peter Kremer mit Mehrkosten in Höhe von jährlich ungefähr 5700 Euro. Hinzu komme noch ein Pauschalbetrag für die Umstellung erläuterte er dem städtischen Gremium.

Hintergrund der Anfrage war eine Diskussion während einer Ortsvorsteher-Dienstversammlung. Zum Teil sei es in den Ortsteilen „stockfinster“, erklärte SPD-Chef Markus Wege. Mit der Verlängerung der Beleuchtungszeit sollen die Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln sicher ihren Heimweg antreten können. Vor allem mit Einrichtung der Schnellbuslinie X 38 sei eine Anpassung erforderlich, damit die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel vor allem für Jugendliche und Frauen attraktiv bleibe, begründete die SPD ihren Antrag.

Wege: In Stadtteilen ist es zum Teil stockfinster

„Gerade bei der Rückkehr aus Marburg von kulturellen Veranstaltungen wie Theater oder Kinobesuchen, ist es wichtig, einen sicheren, beleuchteten Nachhauseweg anbieten zu können, sagte SPD-Mitglied Robby Jahnke. Zudem erläuterte er, dass der Schnellbus das Mittelzentrum Gladenbach weiter stärke, und es bisher in der Kernstadt bereits um 23 Uhr dunkel wird.

„Die Sicherheit unserer Bürger sollte uns 5700 Euro wert sein“, sagte Jahnke. Da bereits im Haupt- und Finanzausschuss die Frage aufgeworfen wurde, was eine Verlängerung der Beleuchtungszeit im gesamten Stadtgebiet kostet, lieferte­ Bürgermeister Kremer diese Zahl. Er geht von Gesamtkosten in Höhe von jährlich 7500 Euro aus, zuzüglich von einmaligen Umstellungskosten in Höhe von etwa 2000 Euro.

Gremium lehnt Umstellung auf LED ab

Dass die zusätzlichen Kosten für den Rest des Stadtgebietes so gering ausfallen, begründete­ Kremer damit, dass Zweidrittel aller Straßenlaternen in den vier Stadtteilen stehen, für die die Umstellung bereits vorgesehen war.

Werner Rotter (Die Grünen) schlug vor, die Straßenlaternen auf die neueste Technik umzustellen, was zu einer Kostenersparnis führen könnte. Dieser Vorschlag fand aber keine Unterstützung im Gremium. Bürgermeister Kremer sagte: „Das macht wenig Sinn.“ Er schlug stattdessen vor, abzuwarten, bis sich die auf LED-Technik umgestellte Straßenbeleuchtung amortisiert hat, oder bis die Leuchten kaputt sind.

Nach einem Einwand von Roland Petri, Stadtverordnetenvorsteher, sicherte Kremer zu, sich von dem Energieversorger ein Angebot für die Umstellung der Nachtabschaltung erstellen zu lassen. Sollten bauliche Maßnahmen erforderlich sein, die die Kosten in die Höhe treiben, will er diese Zahlen den Stadtverordneten vorlegen.

von Silke Pfeifer-Sternke