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Hinterland Stickstoffalarm beendet Arbeitstag für Belegschaft
Landkreis Hinterland Stickstoffalarm beendet Arbeitstag für Belegschaft
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18:15 17.07.2015
Zur Messung des Gases kam das Gefahrenabwehrfahrzeug mit seinen Messgeräten aus der Gemeinde Ebsdorfergrund. Quelle: Gianfranco Fain
Mornshausen/S.

Bei ihrer Arbeit werden sie von den rund 80 Belegschaftsmitgliedern beobachtet, die die Fertigungshallen schon verlassen haben. Nachdem das Werksgelände abgesperrt ist, wird noch aus Ebsdorfergrund das ABC-Gefahrenabwehrfahrzeug angefordert, das mit seinen speziellen Messgeräten dem tückischen Gas auf die Spur kommen soll.

Um 13 Uhr endete der Einsatz nach Angaben von Stadtbrandinspektor Reiner Horak. Die Suche nach der Quelle dauert aber noch an, erklärt Sabine Gauger, Pressesprecherin des Mornshäuser Werkes. Sie war am Freitagnachmittag noch nicht entdeckt. Es sei aber auch nicht auszuschließen, dass es sich um einen Fehlalarm handelt.

Den Alarm lösten autonome Messgeräte in der Fertigungshalle aus. Sofort hätten alle Sicherheitsvorkehrungen gegriffen und die rund 80 Mitarbeiter hätten das Gebäude verlassen, berichtet Gauger. So seien zum Glück keine Menschen zu Schaden gekommen. Da sich eine langwierige Suche nach dem Ursprung des Gases abzeichnete, wurde die Belegschaft vorzeitig ins Wochenende entlassen.

Stickstoff ist farblos und kann von menschlichen Geruchsorganen nicht wahrgenommen werden. Wird es eingeatmet, können Menschen bewusstlos werden und ersticken. Stickstoff dient in der Produktion als Schutzgas beim Schweißen. Die Firma Optima stellt in Mornshausen Anlagen zur Gefriertrocknung für die pharmazeutische Industrie her.

von Gianfranco Fain