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„Sterngucker“ geben Wissen weiter

Himmelsbeobachtung „Sterngucker“ geben Wissen weiter

„Hobby-Sterngucker“ zogen die Dautpher Ferienspielkinder mit ihrem Wissen in das Abenteuer Himmelsbeobachtung.

Dautphe. „Weißt du, wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelzelt?“ Dieser bekannten Frage aus einem alten Volkslied widmeten sich am Freitagabend 15 Ferienspielkinder in Dautphe in der Gruppe „Astronomie und Himmelskunde“.

Der Dautpher Günther Mootz ist einer der sechs Freunde, die sich vor knapp fünf Jahren zusammenschlossen, um ihre Leidenschaft, die Stern- und Planetenbeobachtung, auszuübem. Zusammen haben die sechs „Hobby-Sterngucker“, wie sie sich nennen, mehrere Teleskope, mit denen sie die unterschiedlichsten Objekte beobachten können.

Nun entschieden sich die Dautpher, den Ferienspielkindern ein wenig ihre Leidenschaft zu vermitteln. „Für uns war es ein absoluter Glücksgriff“, sagte die Gemeindemitarbeiterin Martina Kroh, die das Programm für die Ferienspiele organisierte. „Mit Günther Mootz und Co. haben wir Leute in unserem Ort, die uns das gleiche erzählen können wie in jeder Sternwarte und wir ersparen uns noch die teuren Anfahrtskosten“, fügte sie an.

Wie wetterabhängig die Beobachtung ist, wurde am Freitag deutlich. Noch kurz vor der Ankunft der 15 Kinder schien ein plötzlicher Regenguss die geplante Sonnenbeobachtung zunichte zu machen. Doch nach nur 10 Minuten konnten die drei Sonnenteleskope, darunter auch Eigenbauten, wieder aufgestellt werden.

„Man sollte niemals mit bloßem Augen in die Sonne schauen, auch Sonnenbrillen kann man vollkommen vergessen“, führte Mootz in die Beobachtung ein. „Für eine gute Sonnenbeobachtung benötigen wir Objektschutzfilter“, fügte er an und ließ die Kinder selbst ins Teleskop blicken.

„Oh wie cool“, rief die zehnjährige Lara Bartsch aus Dautphe, die besonders von den Sonnenflecken begeistert war. Sonnenflecken sehen aus wie kleine schwarze Verschmutzungen im Okular, entpuppen sich in Wahrheit jedoch als ein Temperaturunterschied. „So ein winziger Punkt ist schon so groß wie unsere Erde“, erklärte Mootz und zog die Kinder damit in seinen Bann. „Wir nehmen diese Flecken als schwarze Punkte wahr, da es an dieser Stelle auf der Sonne um 3.000 Grad kälter ist als in der unmittelbaren Umgebung, aber dennoch glühend heiß“, fügte er an.

Bis um Mitternacht nahmen sich die sechs Hobbybeobachter für die Ferienspielkinder Zeit, erläuterten ihnen Größenunterschiede im All, zeigten ihnen Entfernungen von Mond und Sonne auf, erklärten ihnen das Sonnensystem und ließen sie durch das Teleskop die Planeten beobachten.

von Steffi Bohne

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

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