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Steinadler Paula jagt am Schwarzenberg

Beizjagd Steinadler Paula jagt am Schwarzenberg

In unseren waldreichen Gebieten werden im Allgemeinen die Wildtiere mit der Waffe - der Flinte oder der Büchse - erlegt Eine andere Art zu jagen ist die sogenannte Beizjagd.

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Der Biedenkopfer Florian Bösser ist Beizjäger. Das Bild zeigt ihn mit seinem Steinadlerweibchen Paula bei der Jagd.Privatfoto

Quelle: Andreas Walther, Leipzig, Germany

Biedenkopf. Bei der Beizjagd wird mit Steinadler, Habicht, Wanderfalke oder anderen Falken auf Hase, Kaninchen, Fuchs, Fasan und Rebhuhn gejagt. In manchen Regionen Asiens jagt man mit dem Steinadler sogar auf Wölfe.

Der Steinadler ist ein sogenannter Grifftöter, er tötet seine Beute mit seinen langen und spitzen Waffen an den Fängen (Krallen) am Boden.

Seine natürliche Beute, in den Alpen etwa, kann Rehgröße erreichen. Der Steinadler brütet auf Bäumen oder Felsen, wo er auch seinen Horst baut.

Wer die Jagd mit den Beizvögeln ausüben will, muss einen Falkner-Jagdschein lösen. Voraussetzung dafür ist die bestandene Jäger- und Falkner-Prüfung .

Der Biedenkopfer Forst- und Holzbauunternehmer Florian Bösser ist Beizjäger. Er besitzt ein Steinadlerweibchen, mit dem er in seinem Jagdrevier am Schwarzenberg jagt, außerdem im Revier eines Freundes bei Ludwigshafen.

Dazu fliegt er den Adler gezielt auf die Beute, den flüchtenden Fuchs oder den Hasen. Der Vogel hebt von der mit einem speziellen Handschuh geschützten linken Faust ab. Der Adler verfolgt die Beute und schlägt sie. Der Jäger geht hin, deckt die Beute mit der Falknertasche oder einer Decke ab und hält dem Vogel eine Ersatzbeute, etwa ein Stück Wildbret von einem Unfallopfer, auf der linken Faust hin.

Der Adler lässt die geschlagene Beute los und kröpft die Ersatzbeute. Florian Bösser kann den geschlagenen Hasen oder Fuchs in Besitz nehmen.

Eine andere Methode ist die sogenannte Jagd in freier Folge. Hierbei stellt der Falkner Paula, so heißt das Adlerweibchen, in einen Baum - er lässt es auf einen Baum fliegen.

Danach durchstreift der Falkner das Gelände und versucht, ein Beutetier aufzuscheuchen. Wenn es gelingt, kann Paula wieder zuschlagen.

Das Adlerweibchen entwickelt eine gewaltige Kraft, wenn es zulangt.

Der Schädel des Beutetieres wird nicht selten durchgedrückt, wenn Paula die Beute im Kopf-Genickbereich packt.

Florian Bösser berichtet weiter, dass Adler bis zu 50 Jahre alt werden können und dass eine sehr enge Bindung zwischen Tier und Mensch entsteht.

Der Biedenkopfer Volker Klingelhöfer ist Pressesprecher der Jägervereinigung Hinterland.

von Volker Klingelhöfer

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