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Steile Gasse erfordert von "Rennfahrern" Mut

Bierkistenrennen Steile Gasse erfordert von "Rennfahrern" Mut

Ein rasantes Spektakel auf Bierkisten haben mehr als 150 Zuschauer am "Thauwinkel" erlebt.

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Von seinem Anschieber wurde Sebastian Freund auf die rund 120 Meter lange Strecke am Biedenkopfer „Thauwinkel“ zum Bierkistenrennen der Burschenschaften Adolf Schäfer und Ludwigshütte geschickt. Foto: Sophie Cyriax

Biedenkopf.. Das traditionelle Bierkistenrennen der Burschenschaften Adolf Schäfer und Ludwigshütte war ein Erlebnis. Schnellster auf der steilen Rennstrecke am Biedenkopfer „Thauwinkel“ war Benjamin Frosch, der für die rund 120 Meter exakt vier Sekunden benötigte. Auf den zweiten Platz fuhr Andreas Becker von der Burschenschaft Ludwigshütte mit einer Zeit von 4,2 Sekunden, Dritter wurde Pascal Frosch.

Das Bierkistenrennen zwischen den Burschenschaften Adolf Schäfer und Ludwigshütte ist im Vorfeld des Grenzgangs 1991 „aus einer Bierlaune heraus entstanden“, erklärte der erste Führer der Burschenschaft Adolf Schäfer, Simon Kohlstädt. In den folgenden Grenzgangsjahren 1998 und 2005 sei das Rennen institutionalisiert und professionalisiert worden. Gefahren wurde ursprünglich auf einer leeren „Balbach“-Kiste, „die sind jetzt aber nicht mehr zu bekommen“, erklärten Simon Kohlstädt und sein Führerkollege von der Burschenschaft Ludwigshütte, Holger Althaus. Deshalb musste in diesem Jahr eine leere Kiste „Gutsherrenpils“ als fahrbarer Untersatz herhalten: „Die ist am aerodynamischsten.“

Einen rund 120 Meter langen Abschnitt der BIedenkopfer Thauwinkel-Straße hatten die Organisatoren zur Rennstrecke abgesteckt. Das glatte Pflaster, eine scharfe Kurve und die steile Gasse forderten von den Fahrern nicht nur Können, sondern in erster Linie Mut. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, hatten die Burschen die neuralgischen Punkte mit Matratzen gepolstert, zusätzlich wurden die Fahrer mit Helm und Schutzkleidung ausgerüstet. Ganz ohne Blessueren lief es dennoch nicht ab, „im Großen und Ganzen ist aber nichts Ernsthaftes passiert“, berichteten die Burschenführer.

von Sophie Cyriax

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