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Statt 80 nur 5 Windkraftanlagen?

Bürgerversammlung Statt 80 nur 5 Windkraftanlagen?

Die Windkraftanlagen füllten gestern Abend wiederum das Bürgerhaus. Dort stellte die Gemeinde eine Woche nach dem Informationsabend der IG Franzosendrusch ihre Standpunkte vor.

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Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt zeigte auf einer Karte fünf mögliche Standorte für Windkraftanlagen bei Herzhausen.

Quelle: Gianfranco Fain

Herzhausen. Recht kurz hielten sich sowohl Gerd Raach, als Vorsitzender der Gemeindevertretung Gastgeber der Veranstaltung am gestrigen Abend, als auch Bürgermeister Bernd Schmidt mit seinen Ausführungen zur finanziellen Lage der Gemeinde. Nachdem die beiden ersten Punkte der Tagesordnung abgehandelt waren, kam es zu dem, was laut Raach auf der Hand liege: „Sie interessiert das Thema Windenergie.“

Auch dazu äußerte sich zuerst der Bürgermeister. Er beschrieb kurz, wie das Anmelde-Verfahren verlief, zu dem die Gemeinde vom Regierungspräsidium (RP) Gießen aufgefordert wurde, und wie sie immer sofort die Öffentlichkeit über die Ortsbeiräte oder in Bürgerversammlungen informiert habe. Dann ging Schmidt auf den aktuellen Entwurf des Teilplans Energie ein, der für den Regionalplan in der Diskussion ist, und damit auch direkt auf zwei Punkte, die die Herz- und auch die Holzhäuser interessiert: Die Gemeinde habe gegenüber dem RP darauf verzichtet den „Bolzeberg“ bei Holzhausen als potenzielle Windkraftfläche anzumelden, und ebenso den Eichelhardt bei Herzhausen.Dies habe man getan, damit die Orte nicht von Windkraftanlagen eingekesselt werden können, erklärte der Bürgermeister. Während aber der Bolzeberg im Entwurf nicht erscheint, nahm das RP den nordöstlich von Herzhausen liegenden Eichelhardt als Windkraftpotenzialfläche auf. Die Gemeinde habe, so Schmidt, beim RP aber schon gefordert, dass diese Fläche wieder entfernt wird. Danach erläuterte Joachim Wierlemann vom Regionalverband Hessen des Bundesverbands Windenergie anhand von Fotomontagen, wie es auf dem Herz­häuser Höhenrücken einmal aussehen könnte. Wierlemann widersprach dabei der am vorigen Mittwoch während der Veranstaltung der IG Franzosendrusch aufgestellten Vermutung, dass bis zu 80 Windräder auf dem Dusen-, Kalten- und Streichenberg entstehen würden.

Aus wirtschaftlichen Gründen nur 5 Windräder

Dies sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll: Damit sich die Windräder nicht gegenseitig den Wind „wegnehmen“, müssten sie in einem Abstand zueinander stehen, der das 6-fache des Rotordurchmessers betrage. Dieser beträgt bei den derzeit größten Anlagen rund 130 Meter, was einen Abstand von rund 780 Metern zueinander bedinge. Außerdem seien nur Standorte an den höchsten Stellen sinnvoll, denn jeder Höhenmeter weniger bedeute einen Prozentpunkt weniger an Ertrag.Weiterer Bericht folgt.

von Gianfranco Fain

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