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Standesamt ist drei Vormittage besetzt

Kompromiss Standesamt ist drei Vormittage besetzt

Das Standesamt in Hartenrod wird künftig mit einer 30-Prozent-Stelle besetzt sein: Drei halbe Tage arbeitet die Standesbeamtin im Büro im n"Jeegels Hoob".

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Auch die Formalien einer Hochzeit werden weiterhin in der Außenstelle des Standesamtes in Hartenrod bearbeitet.Archivfoto: Rainer Sturm

Hartenrod. Dass es eine Lösung für den Verbleib des Standesamtes im Bad Endbacher Ortsteil gibt, hatte bereits Hermann Bamberger, Vorsitzender des Kultur- und Förderverein „Jeegels Hoob“, bekannt gegeben. Bürgermeister Markus Schäfer gab nun die Details bekannt.

„In der Außenstelle des Standesamtes in Hartenrod werden weiterhin auch die Formalitäten für eine Trauung bearbeitet. Wie genau die 30-Prozent-Stelle im „Jeegels Hoob“ eingesetzt wird, steht noch nicht in Gänze fest. Bürgermeister Schäfer kann sich vorstellen, dass das Büro der Außenstelle donnerstags ganztägig und Freitagvormittag besetzt ist.

Alternativ ist auch eine Besetzung an drei Vormittagen denkbar. Davon steht für ihn der Donnerstag und Freitag als Bürotag fest. Der dritte Vormittag müsste noch festgelegt werden. Das sei abhängig von der Klärung interner Abläufe in der Verwaltung, erklärte Schäfer.

Den gefundenen Kompromiss hält der Bürgermeister für praktikabel. Die Standesbeamtin könnte somit einen halben Tag in Hartenrod arbeiten und die andere Hälfte in der Verwaltung. „Das wird funktionieren“, ist er sich sicher und ergänzt: „Wir haben eine gute Lösung gefunden“.

Den nachvollziehbaren Empfindungen in Hartenrod habe man Rechnung getragen - seit mehreren Jahrzehnten ist das Standesamt dort ansässig. Mit der Lösung habe die Verwaltung nun einen besseren Zugriff auf die Mitarbeiterin, die weitere Aufgaben übernehmen soll.

Mit der Reduzierung der Bürozeiten und dem Verbleib des Standesamtes in Hartenrod sei allen gedient. „Es ist kein fauler Kompromiss“, hob Schäfer hervor. Außerdem soll das Dorfzentrum „Jeegels Hoob“ als Begegnungsstätte gestärkt werden. Dort wird künftig Birgit Koch, die zuständig ist für den Freiwilligen Dienst, ihre Sprechstunden anbieten. Zudem werden derzeit Gespräche mit dem Sozialverband VdK geführt, der in Hartenrod ebenfalls Sprechzeiten anbieten könnte. Auch der Ortsvorsteher soll dort ein Büro beziehen, um Gespräche mit Anwohnern zu führen und um seinen Aufgaben nachzugehen.

Auf diese Weise werde das Haus der Begegnung in seinem Angebot komplettiert und dessen Stellenwert erhöht. Auch der Förderverein wird sein Engagement beibehalten. Das Gespräch mit dem Vorstand am Montagabend bezeichnete Schäfer als angenehmes in einer konstruktiven Atmosphäre.

Nun muss nur noch der Ortsbeirat die Pläne absegnen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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