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Stärken auf dem Weg zur Meisterschaft

Bayern München Stärken auf dem Weg zur Meisterschaft

Es gab Rippchen mit Sauerkraut, und jeder durfte zwei Glas Bier trinken. So sah der Speiseplan des FC Bayern München am 1. August 1968 aus, als die Mannschaft in Gladenbach Station machte.

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Zufriedene Gesichter in der „Gaststätte Fischbach“. Sepp Maier gab den Alleinunterhalter, links neben ihm Gerd Müller.

Gladenbach. Heutzutage fliegen Topmannschaften der Bundesliga zur Saisonvorbereitung im Winter schon mal nach Dubai und auch im Sommer muss es exklusiv sein: So weilt der FC Bayern München zurzeit im Trentino. Auch während der harten Vorbereitungsphase gibt es erlesene, aber gesunde Speisen.

Vor ein paar Jahrzehnten sah die Vorbereitung des FC Bayern noch etwas anders aus, nachzulesen in einem OP-Bericht vom 3. August 1968. Am Donnerstag, 1. August, machte der Münchner Mannschaftsbus zweimal auf dem Gladenbacher Marktplatz Station. Um 14.30 Uhr, Meister Fischbach wollte gerade Mittagsschlaf halten, be­traten Beckenbauer und Co. seine Gaststätte und baten zunächst um eine Suppe. Danach folgten wahlweise Würstchen und Schnitzel.

Fischbach hatte die Stars nicht erkannt, denn für Fußball interessierte er sich nicht. Erst als Dutzende von Kindern und Jugendliche in den Saal stoben, um Autogramme zu ergattern, und seine Angestellten berichteten, dass unter den Gästen auch ein gewisser Meier und Müller seien, wurde im klar, wer bei ihm speiste.

Während die gestärkten Bayern sich dann aufmachten, um in Stadtallendorf ein Freundschaftsspiel zu absolvieren, zeigten begeisterte Teenager im Gladenbacher Freibad stolz die Autogramme der Fußball-Stars, mangels Papier ließ sich mancher Fan die Namenszüge auf die Haut schreiben. Wie ein Lauffeuer sprach es sich herum, dass die Bayern auf ihrer Rückfahrt wieder bei „Fischbachs“ einkehren würden.

von Hartmut Berge

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