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Stadtparlament segelt voll im Wind

Gladenbach Stadtparlament segelt voll im Wind

Seit Donnerstagabend hat der Magistrat den Auftrag, Planungsrecht für die Errichtung von Windkraftanlagen zu schaffen.

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Diese Hülshofer Windkraftanlage steht nur einen Kilometer entfernt vom möglichen Standort bei Rachelshausen.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Der Bau- und Planungsausschuss diskutierte in der vergangenen Woche einen Antrag der Fraktion Junge Liste/Bündnis 90/Die Grünen Gladenbach, wonach der Magistrat „unabhängig von weiteren Standorterkundungen umgehend alle planungsrechtlichen Schritte einleiten sollte, um Baurecht zu schaffen, damit nordwestlich von Rachelshausen Windenergieanlagen errichtet werden können“.

Dazu sollte dem Stadtparlament in der Donnerstagssitzung der Auftrag erteilt werden. Im Hinblick auf die inzwischen große Einigkeit darüber, Kernkraftwerke abzuschalten, sei es unumgänglich nachhaltige Alternativen zur Stromproduktion zu forcieren, begründet die Junge Liste ihren Antrag und hält auch die Nutzung von Windenergie für einen praktikablen Weg.

Fraktionsvorsitzender Edmund Zimmermann bezeichnete am Donnerstag in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses den vom Parlament in seiner jüngsten Sitzung vorgeschlagenen Standort zur Errichtung von Windkraftanlagen an den Gemarkungsgrenzen von Rachelshausen und Römershausen als einen der unproblematischsten im ganzen Stadtgebiet. Die Abstände zur Wohnbebauung seinen weitaus größer als vom Gesetzgeber gefordert. Auch sei die Belastung für die Landschaft und durch Geräuschimmissionen nicht so groß wie an anderen Standorten, heißt es in dem Antrag. In diesem Zusammenhang weist die Junge Liste auf den in unmittelbarer Nachbarschaft geplanten Windpark der Gemeinde Bad Endbach und vier bestehende Windkraftanlagen in den Gemarkungen Hülshof und Bottenhorn hin.

Damit es nicht, wie in der Vergangenheit, beim Bau solcher Anlagen zu Problemen kommt, soll in der Bevölkerung für deren Akzeptanz geworben werden. Einig waren sich im Ausschuss alle Redner, dass die so oft beschworene interkommunale Zusammenarbeit bei der Planung und Umsetzung der Windkraftanlagen praktiziert werden müsse. Das betreffe die Nachbarkommunen Bad Endbach und Dautphetal. Denn vielleicht habe auch Dautphetal die Möglichkeit, in diesem Gebiet, auf eigener Gemarkung, Windkraftanlagen zu bauen, sagte Edmund Zimmermann.

von Hartmut Berge

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