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Stadt erreicht Quote schon im Sommer

Kinderbetreuung Gladenbach Stadt erreicht Quote schon im Sommer

Schon im kommenden Sommer will die Stadt Gladenbach den Rechtsanspruch auf Betreuung von Ein- bis Dreijährigen erfüllt haben.

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Die Kosten für die Kinderbetreuung – hier eine Kinderkrippe in Staufen – belasten den städtischen Haushalt.

Quelle: Archivfoto

Gladenbach. Ab dem 1. August 2013 müssen die Kommunen allen Eltern von Ein- bis Dreijährigen, die dies wünschen, einen Betreuungsplatz für ihr Kind anbieten. Bund, Länder und Kommunen gehen davon aus, dass durchschnittlich 35 Prozent eines Jahrgangs betreut werden müssen – dieser Wert ist auch Grundlage für die Planung der meisten Kommunen im Kreis.

Gladenbachs Bürgermeister Hans-Peter Knierim ist zuversichtlich, dass die Stadt die Quote schon im Sommer 2012 erreicht. Derzeit rechnet die Stadt mit 49 Betreuungsplätzen: 12 Plätze in der Gruppe Spatzennest in der Kita Pusteblume im Stadtteil Runzhausen, jeweils bis zu 6 in altersgemischten Gruppen in der Kita Erdhausen und in der Evangelischen Kita Mornshausen sowie 25 Tagespflegeplätze, die durch zertifizierte Privatpersonen angeboten und durch den Kreis vermittelt werden.

Hauptproblem des Bürgermeisters ist aber, dass Bund und Land  ihre Zusagen nicht einhalten. „Von einer Drittelfinanzierung durch Land, Bund und Stadt sind wir weit entfernt“, sagt der stellvertretende Leiter des Jugendamts, Rüdiger Götze.

Der Bürgermeister sieht zudem das Ende der Fahnenstange nicht erreicht: Er bezweifelt, dass langfristig die Betreuungsquote von 35 Prozent ausreicht. Auch bei den Kindergartenplätzen für 3- bis 6-Jährige habe man nach der Gewährung des Rechtsanspruchs bei einer Quote von 35 Prozent angefangen, inzwischen ist man hier bei nahezu 100 Prozent.

„Die Zeiten sind so – aber man muss sich halt Gedanken machen, wie wir die Kosten für die Kindererziehung schultern – alle gemeinsam.“

von Till Conrad

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