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Hinterland Stadt entfernt „Flickenteppich“
Landkreis Hinterland Stadt entfernt „Flickenteppich“
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18:16 26.04.2012
Die Straße „Waldweg“ in Mornshausen/S. wird nun doch komplett erneuert. Teilstücke, die ursprünglich nicht entfernt werden sollten, werden nun auf Kosten der Stadt Gladenbach abgetragen.Foto: Silke Pfeifer-Sternke
gladenbach

Im Waldweg ärgerte sich Familie Rühl darüber, dass die Straße vor ihrem Haus nach Kanal- und Wasseranschlussarbeiten nicht komplett erneuert werden sollte. Teilstücke des alten Asphalts sollten stehen bleiben. Helmut Rühl fürchtete, dass in der nächsten Frostperiode Wasser in die Ritzen läuft und der „Flickenteppich“ Schaden nimmt. Er wollte nicht glauben, dass dies zum einen eine Kostenfrage und zum anderen nicht Aufgabe der Stadt Gladenbach ist.

Der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke hat den Kanal neu verlegt und die Wasseranschlüsse erneuert. Der Zweckverband sei zwar verpflichtet, die Trasse nach Bauarbeiten an dem Kanal und der Wasserleitung wieder ordnungsgemäß zu verschließen, aber „teilweise bleiben Restflächen stehen“, erklärte Bauamtsleiter Ulrich Weber. Dies sei weder für die Stadt noch für die Anlieger schön, ergänzte er.

Während einer Begehung der Baustelle in der Gartenstraße und im Waldweg nutzte Helmut Rühl die Gelegenheit, seine Bedenken gegenüber dem Bauamtsleiter zu äußern. Weber warb für Verständnis dafür, dass Geld für unvorhersehbare Bauprojekte nicht in den Haushalt eingestellt ist. Auch, dass die Randsteine an der Fahrbahnseite in Richtung alter Bahntrasse entfernt und eigentlich nicht erneuert werden sollten, hielt Weber für richtig. Dadurch wäre die Straße breiter geworden. Rühl fürchtet hingegen, dass die Straße an diesen Stellen absacken könnte.

Nun werden sowohl die Randsteine wieder gesetzt, als auch die Teilstücke der Asphaltdecke entfernt. Die Kosten dafür muss die Stadt tragen. Sie belaufen sich laut Weber auf ungefähr 2000 Euro.

Mit dem Ergebnis ist Familie Rühl sehr zufrieden. Nun wird die Straße vor ihrem Haus nicht wie befürchtet wie ein „Feldweg“ aussehen, sondern wieder so wie vor dem Straßenbauprojekt hergerichtet.

von Silke Pfeifer-Sternke

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