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Sprache der Musik ist universell

Kirchenmusiktag Sprache der Musik ist universell

Ein besonderes kirchenmusikalisches Klangerlebnis bot sich etwa 800 Gottesdienstbesuchern anlässlich des ersten Kirchenmusiktages des Dekanats Gladenbach.

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Die musikalische Leitung des Kirchenmusiktages des Dekanats Gladenbach lag in den Händen von Dekanatskantor und Kirchenmusikdirektor Burghardt Zitzmann. Er dirigierte vor 800 Besuchern in der Hinterlandhalle.Foto: Helga Peter

Dautphe . Am vergangenen Trinitatissonntag bildete die Hinterlandhalle den Ort für einen festlichen Gottesdienst unter dem Motto „Musik macht Kirche - Kirche macht Musik“ zum Kirchenmusiktag des Dekanats Gladenbach im Jahr der Kirchenmusik. Dieser Kirchenmusiktag, den Dekan Matthias Ullrich eröffnet, bildete ein Novum in der Dekanatsgeschichte.

Präses Joachim Lies begrüßte die etwa 800 Gottesdienstbesucher und vor allem die etwa 250 mitwirkenden Sängerinnen, Sänger und Bläser sowie als Ehrengast Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Mit den Worten von Victor Hugo - „Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist“ - setzte Lies die Sprache der Musik und auch das Ereignis - erster Kirchenmusiktag im Dekanat Gladenbach - ins rechte Licht.

In einem gewaltigen Klangkörper trugen die Bläser mit Orgelbegleitung durch Rut Hilgenberg zur Eröffnung unter der Leitung von Dekanatskantor Burghard Zitzmann mit der Choralfantasie „Nun danket alle Gott“ (Johann Kernen) ein beeindruckendes Werk vor.

Für den Kirchenmusiktag hatten sich die Chöre im Dekanat Gladenbach eingehend mit der Chorliteratur in den vergangenen Wochen in zahlreichen Übungsstunden auseinandergesetzt. Das bekannte Kirchenlied von Paul-Gerhardt „Ich singe dir mit Herz und Mund“ war dabei das „tragende Werk“ und dies mit 18 Strophen. Die waren mit verschiedenen Kompositionen belegt, bei denen sowohl die Chöre als auch die Gottesdienstbesucher in den Lobpreis einstimmen und damit für eine ganz besondere Interpretation dieses Chorales im Verlauf der Liturgie sorgten.

Musikalische Höhepunkte bildeten die Vorträge des Projektchores mit dem „Kyrie“ von Louis Vierne aus der Messe solennelle für Chor und Orgel sowie „Sing Halleluja“ (Nico Schlenker) und das „Vater unser“ (Peter Tschaikowski) unter dem Dirigat von Kirchenmusikdirektor Burghardt Zitzmann.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung legte seiner Predigt die Verse 12 bis 17 des Kolosserbriefes im 3. Kapitel zugrunde. In der Musik liege eine besondere Kraft, und dies treffe ganz besonders auf die geistliche Musik zu, weil sie mit Inhalt verbunden sei“, führte der Kirchenpräsident aus.

Ständige Sorgen um Ehre, Geld, Anerkennung oder Macht würden Menschen einengen und unfrei machen. Dieser „Herrschaft“ stehe die Befreiung durch Jesus Christus gegenüber und sein Wort. Das Wort Christi verbunden mit der Musik könne neue Hoffnung geben, jedoch müsse die innere Beziehung vorhanden sein.

„Die Musik ist vielfältig, weil diese das Wort Christi unter uns wohnen lassen will, damit es unsere Lebensmelodie wird“, führte der Kirchenpräsident aus, der feststellte: „Was haben wir für einen Schatz mit Musikern und Chören und diese könnten noch viel mehr sein“.

Diese Predigtworte wurden durch ein Choralkonzert für Chor, zwei Bläserchöre, Orgel und Pauken mit dem Satz von Volker Gwinner „Wir glauben Gott im höchsten Thron“ bestätigt und damit zu einem musikalischen Bekenntnis, das - noch einmal wiederholt - den Abschluss des Gottesdienstes bildete.

Zum Ausklang des Dekanatsmusiktages fand bei herrlichem Sonnenschein ein gemütliches Kaffeetrinken sowohl in der Hinterlandhalle als auch auf dem Außenareal statt, wo sich die jüngsten Besucher in einer Hüpfburg vergnügen konnten.

von Helga Peter

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