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Sportplatz wird zur Wildschweinwiese

Gladenbach Sportplatz wird zur Wildschweinwiese

Volker Klingelhöfer, Pressesprecher der Jägervereinigung Hinterland, fürchtet: In diesem Jahr könnten die Wildschweine wieder vermehrt Wiesen, Gärten und Fußballplätze umwühlen.

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Bei großem Nahrungsangebot nimmt die Wildschweinpopulation in der Regel stark zu. Auf der Suche nach tierischem Eiweiß durchwühlen die Tiere Grünflächen wie im November 2008 den Fußballplatz in Sinkershausen.

Quelle: Archiv, Hartmut Berge

Gladenbach. Wer jetzt durch Laubwald gehe, der bemerke das ständige Knacken unter den Füßen. Das liege an den Bucheckern und den Eicheln, die von den Bäumen gefallen sind und nun massenhaft auf dem Boden liegen.

„Eine Mast wie selten“, sagt Klingelhöfer und erklärt, dass dies wohlschmeckende und wertvolle Nahrung für die Wildtiere des Waldes sei – auch für die Wildschweine. „Sie haben überall an den weicheren Wegrändern den Boden mit ihrem Rüssel – Gebrech, wie wir Jäger sagen – aufgebrochen“, erklärt er und ergänzt.

„Dies zeigt, dass sie da sind, auch wenn man sie nicht sieht.“ Immer häufiger wühlen die Schwarzkittel nun auch in der Nähe von Wohngebieten, in Gärten, auf Sportplätzen und Wiesen, obwohl es dort keine Buchen und Eichen gebe.

Der Experte erklärt: „Wildschweine sind Allesfresser, und nachdem sie sich mit den Bucheckern und Eicheln, die sehr viel pflanzliches Eiweiß enthalten, vollgefressen haben, suchen die Borstentiere im Erdreich, knapp unter der Oberfläche – zum Ausgleich nach tierischem Eiweiß.“

von Hartmut Berge

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