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Hinterland Sportpark hat seine Pforten geschlossen
Landkreis Hinterland Sportpark hat seine Pforten geschlossen
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19:44 30.10.2009
Der Sportpark in Gladenbach hat geschlossen. Das Reha-Zentrum im unteren Gebäudeteil ist davon nicht betroffen. Quelle: Berge

Gladenbach. Die Schließung des vor 18 Jahren fertiggestellten Sportparks an der Biedenkopfer Straße war bereits 2001 im Gespräch. Jetzt ist sie vollzogen. Der gesamte obere Teil des Gebäudes – im Zentrum die Open-Air-Tennishalle samt Gastronomiebetrieb – ist geschlossen.

Die Zeiten, in denen Boris Becker und Steffi Graf, in der Welt rund um die gelbe Filzkugel für positive Schlagzeilen sorgten, sind vorbei. Der Tenniszirkus findet eher andernorts statt. Das haben auch die Betreiber des Sportparks an der Biedenkopfer Straße zu spüren bekommen.

2001, zehn Jahre nach Eröffnung des Parks, beschrieb der Marburger Architekt und Miteigentümer des Sportparks Udo Boguslawski im Gespräch mit der OP die Situation: Er beklage zum einen das Nachlassen des Tennis-Booms. Zum anderen sei die Auslastung der Tennisplätze durch aktive Vereinssportler zu gering.

Deshalb plante die Besitzer-Gemeinschaft, aus dem Zentrum eine Großdiskothek zu bauen. Die Wirtschaftlichkeit des Sportparks müsse gegeben sein. Ansonsten werde das Zentrum verkauft oder geschlossen, sagte der Architekt. Die Besitzer stellten 2001 bei der Stadt einen Antrag auf Einleitung eines so genannten „Vorhaben bezogenen Satzungsverfahrens“. Das bedeutet: Die Eigentümer veranlassen und zahlen das Verwaltungsverfahren. Für die Planer gab es eine weitere Hürde zu überwinden: Der Sportpark liegt in den Ausläufern des Gladenbacher Kurareals. Plan-Änderungen durch das Parlament wären erforderlich gewesen.

Im Gladenbacher Rathaus war man einst von der Idee, dass aus dem Sportpark eine Diskothek werden könnte, angetan. Für ein solches Vorhaben sei der Standort optimal, sagte der damalige Bürgermeister Klaus Bartnik. Bei den Tennisspielern löste die Meldung seinerzeit hingegen Bestürzung aus. Betroffen waren die Clubs aus Gladenbach, Niederwalgern, Haddamshausen, Weimar, Rollshausen und Fronhausen, deren Vereinstraining in Gladenbach stattfand. Über mögliche Lösungen dachten die Tennisspieler nach, Konzepte gab es aber noch nicht.

Trotz der Disko-Planungen hatte Udo Boguslawski in Gesprächen mit der OP immer wieder betont, dass er sich über nichts mehr freuen würde, als über den Erhalt des Sportparks, den er auch als sein Lebenswerk bezeichnete. Als leidenschaftlicher Tennisspieler sei er auch weiter auf der Suche nach Lösungen, sagte er. Die wurden dann auch gefunden. Bis zum Frühjahr wurde an der Biedenkopfer Straße Tennis gespielt.

Die Umbau-Pläne in eine Diskothek wurden derzeit nicht weiter verfolgt. Das Sport-Angebot sei erhaltenswert, sagte Gladenbachs damals neuer Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim. Nach wie vor sieht der Bürgermeister an der Biedenkopfer Straße Entwicklungs-Möglichkeiten. Er werde versuchen, dazu beizutragen, dass aus dem Areal ein attraktives und vorzeigbares Sport-Zentrum werde, sagte er. Auch die seit den 1990er Jahren diskutierte Verlagerung der Tennsplätze des TC Gladenbach vom Rande des Kurparks an die Biedenkopfer Straße ist noch nicht vom Tisch.
Das zumindest vorläufige und vielleicht sogar endgültige Aus für den Tennisbetrieb im Sportpark hat bei den betroffenen Clubs Enttäuschung ausgelöst, sie sind inzwischen in andere Hallen umgezogen.

Udo Boguslawski gibt zu Bedenken, dass sich mit den Einnahmen der Clubs kaum die Nebenkosten decken ließen. „Diese Nebenkosten haben wir durch die Schließung des oberen Gebäudeteils minimieren können“, erklärte er gestern. Die Eigentümergemeinschaft versucht nun – unter anderem mit Hilfe von Maklern – das Gebäude zu veräußern oder einen Pächter zu finden. Damit der Sportpark sofort frei verfügbar sei, finde dort jetzt kein Tennis-Spielbetrieb mehr statt, erklärte der Architekt.

„Wir selbst werden dort oben nicht mehr investieren“, betonte er. Ein neuer Besitzer müsste vor allem in die Sanierung der Sanitäranlagen investieren. Die seinerzeit für 4,8 Millionen Mark errichtete Halle ist auch mit verhältnismäßig geringen Umbauten für andere Veranstaltungen nutzbar. Sie bietet Platz für mehrere Tausend Stehplätze. Auch deshalb haben sich in der Vergangenheit bereits lokale Konzert-Veranstalter für den Sportpark interessiert.

von Hartmut Berge

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