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Hinterland Spitzenköche servieren und posieren
Landkreis Hinterland Spitzenköche servieren und posieren
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21:28 25.08.2013
Foto: Nadine Weigel Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Nein, mit Wehmut läuft er nicht durch seinen früheren Hof, sagt August Scherer, der ehemalige Hausherr. Im Gegenteil: Sein Käufer, die Unternehmerfamilie Pohl, habe aus dem einstigen Bauernhof etwas Außergewöhnliches gemacht, sagt Scherer. Am Sonntag ist er einer der 900 Gäste der Dagobertshäuser Landpartie. Eintritt erhält jeder, der sich rechtzeitig eine Karte gekauft hatte. Unter den Besuchern sind auch zahlreiche mit Rang und Namen - aus der heimischen Wirtschaft, Chefärzte oder Politiker.

Die Anzahl der Gäste (und Autos) sowie der anfängliche Regen sind eine Herausforderung für die Organisatoren um Michael Hamann. Aber es ist genug Platz für alle. Und bis auf die Fahrt mit dem Heißluftballon können alle Programmpunkte stattfinden. Viele Besucher kommen wegen Spitzenköchen wie Alfons Schuhbeck, Frank Rosin, Hans Neuner oder Wolfgang Otto sowie mehreren Top-Winzern. Köche, deren Künste man sonst nur im Fernsehen bewundern darf, reichen einem heute die Teller. „Ich gebe 6000 bis 7000 Essen raus“, sagt Zwei-Sterne-Koch Rosin. Zeitweise ist seine Person mehr gefragt als seine Gaumenfreuden: Der TV-Star gibt bereitwillig ein Autogramm nach dem anderen, lächelt in eine Handykamera nach der anderen. Auch Schuhbeck bleibt seinen Fans treu. „Ich bin gern in Marburg“, sagt er und erklärt, dass frische Eier aus dem Hof das wichtigste für einen guten Kaiserschmarren sind. „Wenn die nicht gescheit frisch sind....“. Was es sonst noch so zu essen gab? Zum Beispiel Spanferkel, Bratwurst, Frikadellen, Krabben. „Die Qualität stimmt“, sagt Boris Pichler. „Aber man muss zu lange anstehen“. „Die Veranstaltung ist eine Bereicherung für Marburg“, so ein anderer Gast, Michael Guder. Mechthild Guder, kennt andere Landpartien und sieht Unterschiede: In Dagobertshausen stehe die Gastronomie im Vordergrund, andernorts herrsche mehr Marktatmosphäre. Die Gastgeber, Dr. Reinfried Pohl und seine Söhne Reinfried junior und Andreas, sind zufrieden, genießen Speis und Trank mit den Besuchern aus Nah und Fern. „Es wird im nächsten Jahr eine zweite Landpartie geben“, sagt Andreas Pohl der OP.

von Anna Ntemiris

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