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Hinterland Spielfreude springt auf Publikum über
Landkreis Hinterland Spielfreude springt auf Publikum über
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18:23 11.03.2012
Gladenbach

Mit viel Spielfreude und großartigen Klängen begeisterte der Musikverein 1911 Gladenbach am Samstagabend im nahezu ausverkauften Haus des Gastes sein Publikum. Kein Wunder, luden die Musiker doch zu einem "Abend mit Ernst Mosch" ein - und ihr Spiel wurde dem "König der Blasmusik" durchaus gerecht.

Dabei hatte der Musikverein vor dem Konzert viel zu tun. Denn die Blasmusik des 1999 verstorbenen Ernst Mosch zeichnet sich durch ausgefeilte Arrangements aus. Diese studierten die Gladenbacher Musiker unter der Anleitung des bekennenden Mosch-Fans Michael Werner so gut ein, dass sie die Zuschauer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinreißen konnten.

Bereits zu Beginn versprach der Dirigent allen Blasmusikfreunden "einen unvergesslichen Abend" - ein Versprechen, dass die Blasmusiker auf der Bühne geradezu mit Leichtigkeit einlösten. Immer wieder spornte Werner sie zu großartigen Leistungen an - egal, ob bei Stücken aus der Anfangszeit der "Egerländer Musikanten" oder den Mega-Erfolgen.

Die Auswahl des Programms war dabei sicherlich keine leichte Aufgabe. Denn immerhin spielte Mosch seit der Gründung seiner Egerländer Musikanten im Jahr 1956 bis zu seinem Tod mehr als 2000 Titel ein. Die "Egerländer" gaben zu Spitzenzeiten mehr als 250 Konzerte im Jahr - diese Routine stellte die Gladenbacher also vor eine zusätzliche Herausforderung. "Mein Herz schlägt nur für Dich", die "Fuchsgraben-Polka" oder der Walzer "Rauschende Birken" standen ebenso auf dem Programm wie die Stücke "Heimatbilder", "Löffel-Polka", "Alte Liebe, junge Herzen" oder "Freizeit-Polka".

Ambitioniert und routiniert bot der Musikverein auch die Melodien "Kaiserlicher Hochzeitsmarsch", "Wir sind Kinder von der Eger", "Blumengrüße" und "Egerland - Heimatland" dar sowie Moschs letzte Komposition "Zwei Strawanzer" dar. Die Spielfreude sprang schnell auf das Publikum über, das begeistert mitklatschte und sichtlich hingerissen von dem Können der Hinterländer Musiker war.

Doch nicht nur musikalisch verlief der Abend unterhaltsam: Der Vater des Dirigenten, Hans Werner, führte zwischen den Musikblöcken durch das Programm. Er arbeitete die Vita von Mosch auf und berichtete etwa von der Zeit, als der kleine Ernst sonntags in Falkenau bei den Konzerten fasziniert vor der Bühne gesessen und überlegt habe, wie er wohl da rauf komme. Die Antwort habe er bei einem Interview gegeben: "Ich habe gefragt, ob ich einem Musiker ein Bier bringen darf - und schon saß ich überglücklich mittendrin."

Und so wurde Ernst Mosch am Samstagabend im Haus des Gastes auf doppelte Art wieder lebendig: Durch die Schilderungen Hans Werners ebenso wie durch die großartige Darbietung des Musikvereins.

von Andreas Schmidt

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