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Speed-Dating für berufliche Integration

Inklusion Speed-Dating für berufliche Integration

Die Zukunftskonferenz des Marburger Netzwerks für Inklusion junger Erwachsener hat sich zum Erfahrungsaustausch in der Marburger Blindenstudienanstalt getroffen.

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Gut besucht war die Zukunftskonferenz des Netzwerks für Inklusion.Foto: Ina Tannert

Marburg. Die Organisation wurde im Frühjahr 2013 gegründet. Mitglieder sind rund 15 Vereine, Organisationen und Ämter. Das Netzwerk setzt sich für Offenheit und eine stärkere berufliche Integration von Menschen mit Behinderung oder sozialer Benachteiligung ein. Am Freitag trafen sich Arbeitgeber, Betroffene und soziale Organisationen zum Informationsaustausch in der Marburger Blindenstudienanstalt.

In gemischten Gesprächsrunden tauschten die rund 70 Teilnehmer Erfahrungen in Beruf und Integrationsarbeit aus, machten auf Probleme beider Seiten aufmerksam und bestimmten Schwerpunkte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Schlagworte wie „Lernfelder schaffen“, „Vorurteile abbauen“ oder „Flexibilität“ fanden sich unter anderem auf den im Brainstorming erstellten Konzepten der Teilnehmer. Anstelle der Behinderung soll die berufliche Qualifikation in den Vordergrund der Debatte rücken, so ein Konsens der Teilnehmer.Über ein erstes Zwischenergebnis der runden Tische sprach während der Veranstaltung Volkhard Wolff, Abteilungsleiter der Behindertenförderung von Arbeit und Bildung. „Es herrscht große Offenheit und Kommunikation zwischen den Akteuren“, zeigte sich der Moderator begeistert.

Die Erwartungen und Ziele beider Seiten glichen sich stark, es bestehe ein allgemeiner Wunsch nach offener Kommunikation, Beratung und Integration, fasste Wolff einige Punkte zusammen.

Über die gleichberechtigte berufliche Teilhabe als festes Menschenrecht sprach Dr. Heinz Willi Bach von der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit. Er verwies auf die Problematik zwischen einer Einstellung von Mitarbeitern mit Handicap und dem Wettbewerbsdruck auf dem Arbeitsmarkt. „Für jeden Menschen kann und muss jedoch ein Platz gefunden werden“, betonte der Referent.

Durch mehr Flexibilität, Systemausbau und eine aktivere Beschäftigungspolitik sei dies durchaus zu realisieren. Um diese Möglichkeit sowie um konkrete Anforderungen und Qualifikationen ging es schließlich beim anschließenden Speed-Dating, bei dem sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gegenübersaßen und gemeinsame Ziele sowie eine mögliche Zusammenarbeit erörterten.

Die Auswertung der gesammelten Fakten und Ergebnisse der Zukunftskonferenz wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Schon während der Veranstaltung wurde der ein oder andere Kontakt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geknüpft, weitere Gespräche sollen folgen.

von Ina Tannert

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