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Hinterland Sparkasse führt Geld an Stadt und Kreis ab
Landkreis Hinterland Sparkasse führt Geld an Stadt und Kreis ab
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20:16 20.10.2016
Quelle: Archivbild
Marburg

Nach Recherchen der „Hessenschau“ beteiligen nur 14 von 34 hessischen Sparkassen ihre Kommunen und Landkreise an ihren Gewinnen. Der Präsident des Landesrechnungshofs, Walter Wallmann, kritisiert das: Die Städte und Gemeinden sollten „angemessene Anteile an den Bankgewinnen“ verlangen.

Sollten die Kommunen diese finanziellen Mittel nicht verstärkt abrufen, kündigte Wallmann in der „Hessenschau“ neue Prüfungen durch den Landesrechnungshof an. Für die Kommunen gelte das Prinzip, alle Einnahmepotentiale zu heben. Wenn die Kommunen nach wie vor ein Haftungsrisiko übernehmen, dann sei es nur „fair und gerecht“, auf Gewinnanteilen zu bestehen.

Voraussetzung für eine Abführung an die Kommunen ist ein Beschluss des Verwaltungsrats der Sparkasse.

Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf gehört zu den Kreditinstituten, die einen Teil ihres Gewinns an die Träger ausschütten - also nicht unter die Kritik des Landesrechnungshofs fallen.Insgesamt 4,7 Millionen Euro erhielten der Landkreis und die Stadt Marburg laut Geschäftsbericht 2015 für gemeinnützige Zwecke. Zwei Drittel davon erhält der Landkreis, ein Drittel die Stadt.

Auch in den Bilanzen für die Jahre 2014 und 2013 ist eine Ausschüttung von 4,7 Millionen Euro aufgeführt. Weiteres Geld fließt unter anderem durch Spenden und Steuern zurück in die Region. Die Bilanzsumme betrug im Geschäftsjahr 2015 rund 3,37 Milliarden Euro.

von Anna Ntemiris

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