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Zahl der Besuche am Schalter sinkt stetig

Sparkasse ändert Öffnungszeiten Zahl der Besuche am Schalter sinkt stetig

Seit knapp zwei Wochen gelten in den Filialen der Sparkasse geänderte 
 Öffnungszeiten. Diese wurden – zugunsten 
längerer Beratung nach Anmeldung – teils stark eingeschränkt.

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Die Kunden nutzen häufiger den Geldautomaten oder Online-Dienste – aus diesem Grund habe man die Öffnungszeiten der Filialen angepasst, teilt die Sparkasse mit.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In zahlreichen Orten wurden die Öffnungszeiten dergestalt angepasst, dass die vor allem kleineren Filialen zwar täglich, aber dafür nur noch einen halben Tag lang geöffnet haben.

Exemplarisch kann das Vorgehen an der Filiale Marburg-Richtsberg verdeutlicht werden: Diese hat montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet, dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

Filiale bleibt Ankerpunkt für Kundenbeziehung

Andere Filialen – beispielsweise in Breidenbach – haben auch dienstags und donnerstags zusätzlich von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Größere Filialen, wie beispielsweise in Neustadt, sind auch montags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr offen.

Und die Beratungscenter – diese befinden sich in Biedenkopf, Gladenbach, Kirchhain, Marburg, Stadtallendorf und Wetter – haben montags, mittwochs und freitags von 9 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

In allen Filialen können die Kunden aber seit dem 1. Februar Beratungstermine mit ihren Beratern ausmachen – und das montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr.

„Grundsätzlich sind und waren die Öffnungszeiten in größeren Geschäftsstellen schon immer länger als in kleinen Geschäftsstellen“, verdeutlicht Michael Frantz, Marketingleiter der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, auf Nachfrage der OP.

Man passe sich mit den veränderten Öffnungs- und Beratungszeiten dem geänderten Nutzungsverhalten der Kunden an, erläutert er. „Kunden stellen veränderte Ansprüche an ihr Bankinstitut.

Zwar bleibt die Filiale weiterhin der Ankerpunkt für die Kundenbeziehung, doch geht die Anzahl von Kundenbesuchen in der Filiale seit Jahren zurück“, sagte er.

Zahl der Besuche am Schalter sinkt stetig

Demnach hätten Kunden heute im Mittel 228 Mal jährlich Kontakt mit ihrem Kreditinstitut per Smartphone-Banking – also mittels der Sparkassen-App. „120 Mal im Jahr nutzen sie das Online-Banking – PC, Laptop oder Tablet.

Diese Zahlen zeigen in der Tendenz weiter nach oben. Demgegenüber nimmt die Anzahl von Besuchen in der Filiale ab“, erläutert Frantz. Die Sparkasse habe sich im vergangenen Jahr mit einer Neustrukturierung ihres Filialnetzes bereits auf das veränderte Kundenverhalten eingestellt.

„Die Öffnungszeiten der Sparkasse orientieren sich an den geänderten Kundengewohnheiten. Die Auswertung von internen Prozessen und Fallzahlen – beispielsweise der Einreichung von Überweisungen am Schalter oder das Geldabheben am Schalter – zeigen, dass der Bedarf an Serviceleistungen am Schalter seit Jahren zurückgeht.“

Beratungszeiten wurden ausgeweitet

Gleichzeitig wünschten die Kunden Beratungsgespräche speziell am Nachmittag und späten Nachmittag bis in den Abend hinein. „Um die Kundenwünsche besser abbilden zu können, hat die Sparkasse ihre Öffnungszeiten zum 1. Februar angepasst – die Beratungszeiten wurden ausgeweitet und sind mit Terminvereinbarung nun durchgehend von 8 bis 20 Uhr in alles Geschäftsstellen möglich“, verdeutlicht Michael Frantz.

Für Beratungen stehe man den Kunden in der Summe deutlich länger als vorher zur Verfügung – denn die neuen Beratungszeiten würden für alle Geschäftsstellen der Sparkasse Marburg-Biedenkopf gelten.

Personal werde durch das neue Öffnungszeitenkonzept nicht abgebaut, versicherte Frantz. Zudem halte man auch weiterhin am dichten Geschäftsstellennetz fest.

„Wir sind in ­
allen Gemeinden mit personenbesetzten Geschäftsstellen vertreten und haben das dichteste Geschäftsstellennetz aller Kreditinstitute im Landkreis ­Marburg-Biedenkopf“, sagt ­Michael Frantz. „Und die ­meisten Geldautomaten“, fügt er hinzu.

von Andreas Schmidt

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