Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 13 ° heiter

Navigation:
Spagat zwischen Tradition und Innovation

Hartenrod Spagat zwischen Tradition und Innovation

Der TV Hartenrod feierte am Samstagabend mit einem dreistündigen Festkommers in der Volkshalle sein 100-jähriges Bestehen.

Voriger Artikel
Mehr Frühling geht wirklich nicht
Nächster Artikel
Auf Werksgelände wird "jeder Meter gebraucht"

Die Jazz-Tanzgruppe unterhielt während des Festkommers‘ mit einer Aufführung zu dem Silbermond-Hit „Krieger des Lichts“. Rolf Breidenstein (links, kleines Foto) erhält aus den Händen von Helmut Wege die Plakatte des Hessischen Ministerpräsidenten.Fotos:

Hartenrod. TV-Vorsitzender Rolf Breidenstein war hoch erfreut, dass zahlreiche Besucher, darunter viele Lokal-Politiker, Vertreter der Sportverbände sowie der heimischen Turnvereine und natürlich TV-Mitglieder, den besonderen Abend mit ihm teilten. Es gab gleich mehrere Anlässe zum Feiern, Nicht nur der Turnverein wurde 100 Jahre alt, sondern vor 75 Jahren fand die Fahnenweihe statt, die Volkshalle besteht seit 60 Jahren und seit 20 Jahren gibt es die Vereinszeitung "De Tonnschlappe". Die 40. Jubiläumsausgabe stand die unter dem Motto "Gestern - Heute - Morgen" und lag auf den Plätzen aus. Die Moderation des Kommersabends übernahm Holger Pfeifer. Schirmherrin Katrin Storck-Müller sagte zu Beginn "Ein ganzes Jahrhundert bewegt den Verein TV Hartenrod". Beeindruckend sei nicht nur die persönliche Nähe und soziale Verantwortung im TV, sondern auch das ehrenamtliche Engagement der Übungsleiter und Helfer, die uneigennützig Verantwortung übernehmen.

"Tradition und Innovation werden problemlos gemeistert. Spielerisch gelingt die Balance von Spaß zwischen jung und alt, und die Hürden zwischen Kür und Pflicht werden mit Leichtigkeit übersprungen", sagte Storck-Müller.

Anerkennenswert sei die Leistung, die der TV im Breitensport biete. Storck-Müller, die als Rheumatologin tätig ist, erklärte, dass sie es eher mit schmerzhaften Gelenken, als mit beweglichen Turnern zu tun habe. Sie berichtete auch von ihrer ersten Turnstunde, die sie unter der Leitung von Gerhard und Alice Seitz sowie Friedel Brandl absolviert hatte. So habe Seitz im Dialekt gesagt "ihr Endbacher Kinder, ihr müsst mal in Hallenslipper kommen", was Storck-Müller damals als Herrenhosen verstanden hatten und ihre Mutter sich veranlasst sah, in die Turnstunde zu kommen. "Heute betätigen sich meine Kinder ebenfalls im TV. Die Kinder werden zu einer Gemeinschaft herangeführt, um auch Wettkämpfe zu bestreiten. Die Übungsleiter tun dies mit großer Aufopferung und freiwilligem Engagement", sagte Storck-Müller.

Vor allem die Tatsache, dass sich Männer mit Gymnastik fit halten, sei bemerkenswert. "Die Menschen in dem Verein machen ihn zu dem, was er heute ist" , sagte sie.

Bundestagsabgeordneter Sören Bartol und Landtagsabgeordneter Dr. Christean Wagner schlossen sich den Worten Müller-Storcks an. Kreisbeigeordneter Helmut Wege überreichte im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier die silberne Ehrenplakette an den Vorsitzenden.

Dieter Domke, Erster Beigeordneter, zollte dem TV seinen Respekt, vor allem da im Verein von den 800 Mitgliedern rund die Hälfte Jugendliche sind.

Dorothea Mannshardt, Leiterin der Mittelpunktschule Hartenrod, ging auf die "gute Nachbarschaft" mit dem TV ein. Sie sagte: "Wir sind glücklich über die tolle Arbeit, die der Verein mit den Kindern leistet, das macht sich auch im Unterricht bemerkbar". Sie lobte die Übungsleiter, die auch das Nachmittagsangebot der Schule unterstützen.

Der Vorsitzende des Sportkreises Biedenkopf, Paul-Heinz Petri, überreichte an den TV-Vorsitzenden Breidenstein eine Urkunde des Landessportbundes sowie des Sportkreises Biedenkopf zum 100-jährigen Vereinsbestehen. Der Vizepräsident des Hesssischen Turnverbandes und Mitglied im TV Hartenrod, Rainer Schremb, übergab dem Vorsitzenden die Plakette des Deutschen Turnerbundes und das Fahnenbanner des Hessischen Turnverbandes zum Jubiläum.

Die Festansprache übernahm Schremb, der zusammen mit Torsten Seitz und Katharine Schepp die Geschichte vom Beginn des Turnens im Jahre 1811 unter dem Thema "Turnvereine im Wandel der Zeit" beleuchtete.

von Ingrid Lang

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr