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Sonderschicht für einen Schwertransporter

Einsatz Sonderschicht für einen Schwertransporter

230 Tonnen schwer, 37 Meter lang, 7, 20 Meter breit und 4,75 Meter hoch: Ein Schwertransport mit gewaltigen Ausmaßen durchquerte in der Nacht zu gestern von Haiger kommend den Landkreis.

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Quelle: Michael Hoffsteter

Biedenkopf. Ab der Kreisgrenze begleiteten vier einzelbesetzte Streifenwagen über Biedenkopf, Buchenau, Sterzhausen und Göttingen (Foto: Michael Hoffsteter) bis Cölbe den Tieftransporter. „Gott sei Dank lief alles glatt“, kommentiert Detlef Reckewell, Leiter der Biedenkopfer Polizeistation, den rund vierstündigen Einsatz, der um Mitternacht begann. Zwar waren auch noch ein Fahrzeug der Wachpolizei Gießen sowie mehrere Begleitfahrzeuge des Transportunternehmens dabei, doch es gab auf den jeweiligen Abschnitten genug zu tun. So mussten alle Zu- und Auffahrten kurz vor der Vorbeifahrt des Ungetüms gesperrt. Das war ein logistisches Problem, weil sich die Fahrt ständig verzögerte. Der Zug musste zum Beispiel bei Biedenkopf vor einer Brücke anhalten und warten, bis der Anhänger hydraulisch so weit abgesenkt war, bis die Ladung drunter durch passte. In Buchenau wurde es auch etwas eng. Dort mussten die Schilder an Verkehrsinseln demontiert werden, damit der Tieflader mit Überbreite sie nicht abrasierte. Auch in der Gemeinde Lahntal gab es unerwartete Hindernisse. Während der Anhänger durch seine Hydraulik die Schieflage, die durch die halbseitige Abfräsung des Straßenbelags zustande kam, problemlos ausgleichen, jedoch waren dort rund 250 Baken im Weg, die die Baustelle sicherten. Diese mussten die Polizisten alle „umlegen“, damit der Transport passieren konnte. Nicht nur deshalb bezeichnet Reckewell den nächtlichen Einsatz als „Kraftakt“.

Der Transport wälzte sich ab Cölbe weiter über die B3 nach Kirchhain bis zur Autobahnauffahrt in Alsfeld. Transportiert wurde übrigens eine übergroße Treibscheibe für eine industrielle Anlage.

von Gianfranco Fain

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