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Solarpark Hohenahr wächst in die Höhe

Hohenahr-Erda Solarpark Hohenahr wächst in die Höhe

Rund 100 Bürger informierten sich am Samstag beim Tag der offenen Tür über den Aufbau des Solarparks Hohenahr, der bis Mitte Dezember an das Netz gehen soll.

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Mitinvestor Wilfried Rühl (rechts) informierte bei der Führung über Technik und Leistung des sich im Bau befindlichen Solarparks Hohenahr.

Quelle: Helga Peter

Hohenahr-Erda. Zurzeit entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Nato-Tanklagers in Erda der Solarpark Hohenahr. Sieben Investoren aus den Gemeinden Lohra und Fronhausen investieren dort etwa acht Millionen Euro. Am Wochenende konnten sich Bürger am Tag der offenen Tür über den Fortgang der Arbeiten und die dort verarbeitete Technik informieren.

Die Investoren Wilfried Rühl und Hans-Wilhelm Kisch beantworteten die Fragen der Interessenten. Wie Rühl berichtete, ist seine Firma als Generalunternehmen für die Erstellung verantwortlich. Zurzeit installieren etwa 35 bis 40 Mitarbeiter die Anlage, damit deren Leistung bis Mitte Dezember in das öffentliche Netz eingespeist werden kann. Die Gesamtgröße des Geländes beträgt 162.000 Quadratmeter, die Modulfläche bezifferte Rühl mit 28.000 Quadratmetern, wofür etwa 80.000 Quadratmeter gerodet wurden.

5.200 Bodenprofile sind eingerammt, auf die die „Tische“ für die Module montiert werden. Etwa 40 Prozent der Module sind bereits montiert. Insgesamt bezifferte Rühl die Anlagenleistung mit 3.913,68 kWp, wozu 17.040 Module verbaut werden. Die Anlage umfasse 215 Wechselrichter und in den nächsten Tagen werden zwei Trafostationen mit 1.000 kV und zwei mit 800 kV installiert. 126 Kilometer Leitungsnetz und 1.000 Meter Kabelgräben werden für den Solarpark benötigt, der einen Jahresstromertrag von etwa 3,68 Millionen kWh erzielen soll. Mit dieser Leistung können 1.100 Familienhäuser versorgt werden.

Der überwiegend schieferhaltige Boden habe das Einrammen der Bodenprofile erheblich erschwert, sodass dafür 50 Prozent mehr Zeit als veranschlagt aufgewandt wurde. Die Anlage sei durch einen 2,50 Meter hohen Zaun mit Übersteigschutz gesichert und werde elektronisch und durch einen privaten Wachdienst überwacht.

Rühl beantwortete zahlreiche Fragen der Besucher, die sich um Garantieleistungen, um die Leistung bei grauer, nebliger Witterung aber auch um das Verhalten der Module bei Schneelast drehten. Rühl berichtete, dass bei der sogenannten „grauen Witterung“ noch etwa 20 bis 25 Prozent an Ertrag zu verzeichnen sei. Die Module hätten durch ihre Schräglage die Voraussetzung, dass im Winter der anfallende Schnee weitgehend abrutsche. Außerdem würden die Beschichtung der Module für eine hohe selbstreinigende Wirkung sorgen. Auch die Entsorgung von defekten Modulen sei unproblematisch, da diese wenig schadstoffbelastet seien und deshalb recycelbar wären.

von Helga Peter

Der Artikel wurde aktualisiert.

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