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Skier weisen den Weg in Hauptstädte

Skulpturenpfad in Biedenkopf Skier weisen den Weg in Hauptstädte

Der Skulpturenpfad in Biedenkopf ist fast fertiggestellt: Am Dienstag wurde das vorletzte Kunstwerk aufwendig installiert.

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Matthias Feuring und Peter Hoffmann (rechts) bei der Installation des Kunstwerks auf dem Kreisverkehr Ludwigshütte.

Quelle: Sophie Cyriax

Biedenkopf. Woher stammen die Menschen, die in Biedenkopf leben? Dieser Frage sind 20 Jugendliche des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft gemeinsam mit der aus Biedenkopf stammenden Künstlerin Ursula Cyriax nachgegangen.

Herausgekommen ist der achte Teil des Biedenkopfer Kunstprojektes „Skulpturenpfad“: ein fast fünf Meter hoher Mast, an den 35 zu Richtungsweisern umgestaltete Skier montiert sind.

Die Skulptur vereine zwei Aspekte, erklärte Cyriax während der Montage des Kunstwerkes: zum einen das „Upcycling“, also das Aufwerten von Gegenständen, die normalerweise auf der Müllhalde oder einer Deponie landen würden. „Aus Schrott wird Design“, erläuterte Ursula Cyriax mit Blick auf die ausrangierten Skier, die von Jugendlichen aus der Region zu Wegweisern umgestaltet wurden. Außerdem gehe die Skulptur der Frage nach der Internationalität der Kleinstadt nach.

Ihre Recherchen hätten ergeben, dass in Biedenkopf Menschen aus 64 verschiedenen Herkunftsländern leben. „Das ist doch irre“, sagte die Künstlerin. Jugendliche aus dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft hatten beim Einwohnermeldeamt die entsprechenden Daten abgefragt, ausrangierte Skier mit violetter Farbe bemalt und auf den Skiern die Hauptstädte der jeweiligen Herkunftsländer der Biedenkopfer Migranten notiert.

von Sophie Cyriax

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