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Shoppen unter Mamas Namen und mit Papas Kreditkarte

Biedenkopf Shoppen unter Mamas Namen und mit Papas Kreditkarte

Wegen Computerbetrugs in zahlreichen Fällen wurde ein 26-Jähriger zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung und zu 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Biedenkopf. Die Staatsanwaltschaft warf einem 26-jährigen Mann vor dem Amtsgericht in Biedenkopf vor, vom 1. Juni bis 2. September 2008 Betrug in 31 Fällen begangen zu haben.

Der junge Mann soll sich in den ebay-Account seiner Mutter eingeloggt und Geschäfte mit einem Elektronikmarkt getätigt haben. Desweiteren entwendete er die Kreditkarte seines Vaters und tätigte damit über das Internet 30 Geschäfte, darunter auch Poker- und Glücksspiele, bevor er die Karte wieder zurücklegte. Der Schaden beläuft sich auf 3 968,67 Euro.

Von Richter Jens Daniel Braun befragt, gab der Angeklagte die Straftaten zu und erklärte: „Es ist nicht richtig, was ich gemacht habe. Ich habe einen großen Fehler begangen, mit dem ich leben muss. Ich habe dadurch auch meine Familie zerstört und verloren."

Der junge Mann gab an, diese Taten im angetrunkenen Zustand begangen zu haben. Er habe Alkoholprobleme. Auf die Frage des Richters, ob er exzessiv Glücksspiele betreibe, erwiderte der Angeklagte, dass er in dieser Hinsicht keine Suchtprobleme habe.

Der Vater des jungen Mannes sagte als Zeuge aus, dass er die Schadensumme von etwa 4 000 Euro über seine Kreditkarten-Versicherung zurückerhalten habe. Die Mutter bestätigte, dass ihr Sohn den verursachten Schaden bei eBay mittlerweile auf sich genommen habe und sie damit nicht mehr behelligt werde.

Im Einvernehmen mit der Staatsanwältin wurden 18 Straftaten aus dem Verfahren wegen geringfügiger Beträge herausgenommen. Richter Braun verurteilte den Angeklagten, da dieser ein glaubwürdiges Geständnis ablegte, zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung und zu 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Außerdem wird dem jungen Mann auferlegt, sich in eine ambulante Alkohol-Entwöhnungstherapie und Suchtberatung zu begeben.

von Helga Peter

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