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Selbstgebasteltes steht hoch im Kurs

10-jähriges Bestehen Selbstgebasteltes steht hoch im Kurs

Innerhalb von zehn Jahren erzielte der Rodenhausener Bastel- und Handarbeitskreis durch den Verkauf von Selbstgebasteltem einen Erlös von 5000 Euro. Das Geld spendeten die Frauen.

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Hanna Bodenbender präsentiert den selbst gebastelten Igel, der Pfarrer Peter Kovác daran erinnern sollte, die Gottesdienstbesucher zum Herbstbasar einzuladen.Foto: Daniela Pieth

Rodenhausen. Es zwickte und zwackte in der Hosentasche von Pfarrer Peter Kovács und das ausgerechnet im Gottesdienst am Sonntagmittag. Zum Vorschein kam ein selbst gebastelter Igel, der ihn daran erinnern sollte, auf den Rodenhäuser Herbstbasar hinzuweisen, der die Menschen im Anschluss an den Kirchgang ins Dorfgemeinschaftshaus einladen sollte.

Die Frauen des Bastel- und Handarbeitskreis feierten ihr zehnjähriges Bestehen und hatten einiges vorbereitet. Zu Kaffee und Kuchen gab es jede Menge Selbstgebasteltes zu bestaunen, das auch käuflich erworben werden konnte. Und wie sagte Initiatorin und Leiterin des Bastelkreises Hanna Bodenbender so schön: „Wenn Ihnen die Preise zu gering erscheinen, dürfen Sie ruhig mehr geben.“

Den Erlös stecken sich die handarbeitsbegeisterten Frauen nicht in die eigene Tasche. Eine Hälfte wird an die Diakonie Lohra gespendet und der Rest wird in die Innenrenovierung der Rodenhäuser Kirche investiert. Und so kamen am Sonntag 1150 Euro zusammen.

„Oft kommt da im Nachhinein noch etwas dazu“, erklärte Bodenbender. Mehr als 50 Euro steuerten auch die jüngsten Rodenhäuser bei. Mit ihrer Kindergottesdienst-Gruppe, in der sechs bis sieben Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren regelmäßig teilnehmen, hatte Bodenbender Tannenzapfenwichtel, angemalte Holzblümchen und Schnecken hergestellt, die weg gingen wie warme Semmeln. „Ich finde es wichtig, dass man auch die Kinder integriert, und sie auch wissen, wofür das Geld genommen wird.“ Als kleines Dankeschön werden die fleißigen kleinen Bastler mit einem ordentlichen Frühstück belohnt werden.

Das Dorfgemeinschaftshaus war gut besucht, sodass noch zusätzlich Stühle herangeschafft werden mussten. Nicht nur Besucher aus Rodenhausen waren vertreten, sondern auch aus anderen Ortsteilen.

Begonnen hatte alles mit der Bitte an Hanna Bodenbender, ein paar Teddybären zu nähen. So fanden sich ein paar handarbeitsbegeisterte Frauen, die sich dieser Aufgabe stellten und die die Teddys dann spendeten. Seit nunmehr zehn Jahren treffen sich die Rodenhäuserinnen einmal im Monat, um ihrem Hobby zu frönen. Alle zwei bis drei Jahre werden die Handarbeiten auf einem Basar verkauft und brachten so fast 5000 Euro ein. Dieser Betrag wurde unter anderem an die Diakonie, an Straßenkinder oder an das Hospiz Marburg gespendet.

von Daniela Pieth

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