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Seelsorger kehrt nach Tansania zurück

Biedenkopf Seelsorger kehrt nach Tansania zurück

Nach fünf Jahren als Seelsorger im Dekanat Biedenkopf und Gladenbach wurde Pfarrer Yoram Karusya verabschiedet.

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Der Gladenbacher Dekan Matthias Ullrich (links) verabschiedete den aus Tansania stammenden Seelsorger Yoram Karusya vor der gemeinsamen Dekanatssynode der evangelischen Dekanate Biedenkopf und Gladenbach.

Quelle: Klaus Kordesch

Biedenkopf. „Pfarrer Yoram Karusya hat uns ein anderes Bild von Afrika vermittelt“. Mit diesen Worten würdigte der Gladenbacher Dekan Matthias Ullrich die seelsorgerische Arbeit des aus Tansania stammenden Seelsorgers, der seit fünf Jahren mit je einer halben Stelle als Pfarrer in Lahnau-Waldgirmes und für die Tansania-Partnerschaft im Dekanat Gladenbach arbeitet.

„Dank Yoram und seiner Frau Judith wissen wir heute, dass Partnerschaft mehr bedeutet, als armen Kindern in Afrika zu helfen“, sagte Ullrich vor den rund 100 Synodalen aus den evangelischen Dekanaten Biedenkopf und Gladenbach, die am Freitagabend zur gemeinsamen Dekanatssynode in Biedenkopf zusammengekommen waren.

„Hier begegnen sich zwei Christengemeinschaften – eine davon scheinbar unvorstellbar reich. Und wir haben beide viel voneinander zu lernen“, erklärte der Dekan. „Dass nun unsere gemeinsame Zeit in Deutschland zu Ende geht, tut uns leid“, gab Ullrich zu. Durch die vielen von Yoram Karusya initiierten Begegnungen habe man fürs Leben gelernt und auch dank besserer Kommunikationsmöglichkeiten längerfristige Beziehungen aufgebaut.

Karusya kehrt zwar erst im März in die Heimat zurück, war aber letztmalig zu Gast bei den Synodalen im evangelischen Gemeindehaus. Er verglich die kommenden Wochen und Monate mit der Zeit, als er zuhause in Tansania Freunde und Verwandte verlassen habe, um in Deutschland neue Freunde kennenzulernen. Nun müsse er sich abermals aufmachen: „Aber die Welt ist ein Dorf geworden“, sagte er:

Früher habe er sich nicht vorstellen können, einmal weiter als 40 Kilometer weit von daheim weg zu sein, und nun habe sogar seine Mutter gemeinsam mit seinen deutschen Freunden am Tisch gesessen und zu Mittag gegessen.

Doch die Partnerschaft habe noch viel mehr bewirkt, so zum Beispiel, dass die Kinder in seiner Region nun eine Schule besuchen könnten, freute sich Karusya: „2013 oder 2015 treffen wir uns in Tansania!“, sagte er an die Synodalen gerichtet, von denen er eine von allen Synodalen unterschriebene Karte des Dekanats Gladenbach erhielt.

Klaus Kordesch ist für die Öffentlichkeitsarbeit der Dekanate Gladenbach und Biedenkopf zuständig.

von Klaus Kordesch

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