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Hinterland Schwitzen und Geselligkeit auf Probe
Landkreis Hinterland Schwitzen und Geselligkeit auf Probe
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22:07 20.05.2013
Erste Etappe gemeistert: Die Vor-Grenzgänger stoßen darauf an. Quelle: Benedikt Bernshausen
Buchenau

Gebückt, die Hände auf die Oberschenkel gestützt, ruhen viele Vor-Grenzgänger für wenige Augenblicke auf dem Hauwald. Atempause. „Warum tun wir uns das immer wieder an?“, fragt eine junge Frau, deren Freundin schmunzelnd antwortet: „Sieben Jahre sind lang - wir haben verdrängt, wie schlimm es war!“ Erstmals nach dem Jahr 2006 legt eine große Gruppe am Samstag das steilste Teilstück der Grenze, das Bürgeroberst Dieter Veit für Biedenkopf-Kenner den „Buchenauer Kleeberg“ nennt, zurück: Mehr als 20 Minuten dauert der Anstieg, der mit jedem Meter steiler und steiler wird.

Rund zwei Monate vor und zur Einstimmung auf das große Heimatfest im Lahnort, treten rund 100 Buchenauer frühmorgens zum ersten Vorgrenzgang an. Der Weg führte vom alten Rathaus in Richtung Brungershausen, die „Hauwald Stirn“ hinauf, entlang der Warzenbacher Grenze und schließlich über den „Salzkopf“ zum Frühstücksplatz Ebenheit, wo die erschöpften Wanderer nach zweieinhalbstunden Gehzeit in matschigen Schuhen, bei kühlen Getränken und warmen Speisen gemeinsam rasten.

Die Vorgrenzgänge sind - im wahrsten Sinne des Wortes - ein Probelauf für das Fest. Dabei trainieren die Hauptakteure die Abläufe und ihre Aufgaben: Die Wettläufer Stefan Landschneider und Christian Platt flitzen an den Grenzgängern entlang, lassen hier und dort die Peitschen knallen und „hubschten“ zusammen mit Mohr Jens Wege zur Probe Bürger-, Männer- und Burschenoberst. Die Grenzgangs-Pferde werden an den Trouble gewöhnt, und selbst die Musikanten des Buchenauer Spielmannszuges stimmen auf dem Frühstücksplatz Trompeten, Flöten und Pauke auf das fröhliche Treiben ein.

Nebenbei kontrollieren die Verantwortlichen die Grenze, testen die Begehbarkeit der Wege und suchen nach Mängeln, die noch behoben werden müssen. Doch außer einem umgestürzten Grenzstein, stellt das Komitee keine bedeutenden Mängel fest. „Alle haben bisher super gearbeitet“, bescheinigt Bürgeroberst Veit den Gesellschaften und dem Forstamt, die entlang der Gemarkung für das Freiräumen und -schneiden zuständig sind.

Bevor der Tross aber den direkten Weg zurück in den Ort antritt, proben die Grenzgänger bis zum Nachmittag auf dem Frühstücksplatz auch die Geselligkeit. „Natürlich darf die gesellschaftliche Komponente auch hier nicht fehlen“, bekräftigt Dieter Veit das Treiben mit einem Augenzwinkern.

nVon der Ebenheit wanderten die Grenzgänger auf direktem Weg zurück ins Dorf. Die zweite Probe-Etappe, die zum Frühstücksplatz Dornochsenberg führen wird, findet am Donnerstag, 30. Mai, statt.

von Benedikt Bernshausen

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