Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Sind Herbizide in Nutella?

Schwere Vorwürfe gegen Ferrero Sind Herbizide in Nutella?

Haselnüsse machen nur einen kleinen Teil in Nutella und anderen Süßwaren von Ferrero aus. Aber genau dieser Anteil sorgt jetzt für Ärger.

Voriger Artikel
Händler ziehen positive Bilanz
Nächster Artikel
Vollsperrung der B62 im Sommer

Auch in Nutella sollen Haselnüsse aus Chile enthalten sein.

Quelle: Archivfoto

Stadtallendorf. Kürzlich erst sorgte eine Rezeptänderung für Aufsehen. Dennoch blieb Nutella Marktführer bei den Nuss-Nougat-Cremes. Sehr zur Freude vom Hersteller Ferrero. Doch das könnte sich jetzt ändern.

Nach Angaben des Pestizid-Aktions-Netzwerks (RAP) in Chile bezieht der Lebensmittelkonzern mit Produktionsstätte in Stadtallendorf einen Großteil seiner Haselnüsse aus dem südamerikanischen Land. Laut der Tageszeitung El Mercurio sind es gar 98 Prozent der Haselnussproduktion Chiles, berichten die „Taz“ und n-tv.de.

Das Problem: Nach Angaben des Netzwerks werden Haselnüsse in Chile oftmals mithilfe des Herbizids Paraquat angebaut, das seit Jahren in der Europäischen Union verboten ist. Der Grund: Paraquat soll zu Gesundheitsschäden wie Nierenversagen, Atemnot, Lungenschmerzen, Seh- und Leberschäden, schweren Hautverletzungen, Todesfällen sowie Embryoschädigung führen.

Die Umweltbehörde der USA stufte das Herbizid als möglicherweise schwach erbgutverändernd ein. Das Agrarministerium in Chile klassifiziert Paraquat dagegen nur als "schädlich und moderat gefährlich" und erlaubt seine Anwendung im Haselnussanbau. Das großflächige Versprühen per Flugzeug wurde jedoch bereits 1998 auf Drängen von RAP verboten.

Ferrero äußerte sich bislang zu den Vorwürfen nicht. Nachfragen der „Taz“ und von n-tv.de blieben unbeantwortet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr