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Schweitzer nimmt auf Chefstuhl Platz

Neuer Bürgermeister Schweitzer nimmt auf Chefstuhl Platz

Um 7 Uhr war Bürgermeister Julian Schweitzer (SPD) gestern an seinem neuen Arbeitsplatz in der ­Gemeindeverwaltung. Nach einem Mitarbeiter-Frühstück schlossen sich die ersten Gespräche an.

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Julian Schweitzer, Hessens jüngster Bürgermeister, bezog gestern sein Büro in der Gemeindeverwaltung in Bad Endbach. Die gelben Tulpen standen – als er um 7 Uhr eintraf – bereits auf dem Schreibtisch. 

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Er ist mit 25 Jahren Hessens jüngster Bürgermeister, aber der Einstieg in den neuen Job ist für Julian Schweitzer nichts Neues. Außer, dass er seit gestern als Chef der Verwaltung und nicht mehr als Angestellter tätig ist. Ausgeschlafen war er trotz der Aufregung. Für ihn war es „ein normaler erster Arbeitstag“ – verbunden mit einem Hauch von Aufregung.

Sein Schreibtisch wirkt leer und das Büro ist karg eingerichtet. Deshalb wartet Schweitzer auch noch, bis er den großen Holzschreibtisch mit einem Fotorahmen mit einem Bild von sich und seiner Freundin ziert. Er liegt aber schon parat in einer Tragetasche hinter dem Holzkoloss. Darin sind auch noch ein paar Akten mit Unterlagen aus dem Kreistag und dem Haushalt 2018 von Bad Endbach und Beteiligungskonzepte, die Schweitzer in der nächsten Zeit durcharbeiten will.

Nach dem Mitarbeiter-Frühstück ging es dann gleich ins Eingemachte: Es fand die erste Fachbereichsleiter-Runde statt, dann Einzelgespräche. Für Schweitzer war es wichtig, gleich zum Start seiner Amtszeit zu erfahren: Was steht an und was wird zurzeit in den einzelnen Fachbereichen abgearbeitet?

Persönliche Widmung vom Vorgänger

Seine erste Amtshandlung war das Hinterlegen seiner Blanco-Unterschrift und er hat sich mit seiner Sekretärin Simone Fuchs unterhalten. Ihr hat er auch seinen ersten Eindruck über das karge Büro geschildert. Sie hatte ein schelmisches Lächeln auf den Lippen und beruhigte ihn mit den Worten: „Das ist nur alle sechs Jahre so.“

Doch völlig leer war der Schreibtisch dann doch nicht. Ein Kuvert mit Unterlagen und einer persönlichen Widmung von Vorgänger Markus Schäfer lag bereit zum Abarbeiten. Von Schäfer hat Schweitzer anstehende Personalangelegenheiten geerbt – nur Routineangelegenheiten, die zwischen den Jahren liegen geblieben sind.

Unterstützung in seiner Anfangszeit haben ihm Schäfer als auch die „Lieben Sieben“, ein Zusammenschluss aus Bürgermeistern und ehemaligen Amtskollegen aus dem Hinterland, die in lockerer Runde Themen besprechen, zugesagt. Ein erstes richtiges Kennenlernen wird während einer dreitägigen Fahrt stattfinden.

Diese, mit Ziel Teutoburger Wald, zu planen und zu organisieren, fällt schon mal in Schweitzers Aufgabengebiet. In das der Verwaltung muss sich Schweitzer erst noch intensiv einarbeiten. Der heutige Start in den Arbeitsalltag soll für Julian Schweitzer später als gestern beginnen – um 8 Uhr; der erste Termin steht für den Bürgermeister um 10 Uhr im Kalender.

von Silke Pfeifer-Sternke

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