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Schwarzpulver ist vorerst verboten

OP-Serie Schwarzpulver ist vorerst verboten

Das Bauen im laufenden Schulbetrieb bringt seine Schwierigkeiten mit sich. Doch für jedes Raumproblem gibt es eine Lösung, wie die Freiherr-vom-Stein-Schule Gladenbach in der OP-Serie „Der Kreis macht Schule“ beweist.

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Der stellvertretende Schulleiter Günter Zell diskutiert mit Dietmar Göttling und Torsten Schrodt, Fachbereich Schule und Gebäudemanagement beim Landkreis, sowie mit Schuldezernent Dr. Karsten McGovern über den Baufortschritt an der Gladenbacher Schule.

Quelle: Carina Becker

Gladenbach. Günter Zell ist der Herr der Pläne. Der stellvertretende Schulleiter, der an der Gladenbacher Gesamtschule für logistische Fragen zuständig ist, steht seit Beginn der Bauarbeiten im Sonderinvestitionsprogramm (SIP) vor stetig neuen Herausforderungen. Denn die Freiherr-vom-Stein-Schule gehört zu den zehn größten Schulen im Landkreis, an denen der Schulträger aus Mitteln des SIP umfangreich investiert. Mehr als vier Millionen Euro wurden bereits oder werden noch an der Gesamtschule verbaut.

In Klassenzimmern, die saniert werden, kann freilich kein Unterricht stattfinden. Wohin mit den Schülern? Auf diese Frage findet Zell die Antwort. „Das funktioniert nur, weil wir über einen detaillierten Bauabschnittszeitplan verfügen“, erklärt er und verweist auf den ersten von sieben Bauabschnitten, in dem es um acht Klassenzimmer und einen Konferenzraum ging – und damit um die Unterbringung von 200 Schülern. Für eine Klasse mietete die Schule einen Raum im benachbarten Gemeindehaus „Blankenstein“ an, ein Kunstraum wurde vorübergehend zum Klassenzimmer, ebenso zwei Polytechnikräume.

Die Mathematiker mussten auf einen Mathematikraum verzichten. Und dann gab es glücklicherweise noch drei freie Räume, weil die Förderstufe im zurückliegenden Schuljahr fünfzügig anstatt wie sonst sechszügig war. „Das alles ging relativ unaufgeregt“, berichtet Zell, und lobt die Akzeptanz und das Verständnis von Lehrern und Schülern. Bauzeit: drei Monate. Die Arbeiten – Elekroversorgung, Schadstoffsanierung, Brandschutzerneuerung, Akustikdecken – sind inzwischen beendet. „Das war ein erfolgreicher Probelauf“, erklärt Torsten Schrodt, Fachbereichsleiter Schule und Gebäudemanagement beim Landkreis.

Doch gibt es noch größere Bauvorhaben, die die Europaschule Gladenbach hinter sich bringen muss. Im laufenden, zweiten Bauabschnitt, geht es um elf Klassenzimmer, die vorerst unbrauchbar sind. Um unnötigen Umzugsstress zu vermeiden, ließ Zell die bereits umquartierten acht Klassen in ihren Unterkünften. Denn in den acht schon erneuerten Räumen aus dem ersten Bauabschnitt sollte der Großteil der elf Klassen unterkommen, die innerhalb des zweiten Bauabschnitts umziehen mussten.

Im nahegelegenen Haus des Gastes richtete sich eine Klasse provisorisch ein. Eine andere fand im bereits sanierten Konferenzraum Platz, eine weitere in einem Medienraum. Für die Nutzung der schulfremden Räume musste die Schule zahlen – beispielsweise 15 Euro pro Tag vier Wochen lang für die Unterbringung einer Klasse im Haus des Gastes. „Das war eine günstige Lösung. Container aufzustellen wäre sehr viel teurer geworden“, erklärt Fachbereichsleiter Schrodt. Zell bekennt, dass die ausquartierten Schüler nicht allzu begeistert waren: „Unsere Jahrgangsstufe 10, die Abgängerklasse, vermisste während der Zeit im Haus des Gastes den Anschluss an die Schule und den Kiosk.“

von Carina Becker

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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