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Schulleiter vertraut auf Gremium

Sportanlagenbau Schulleiter vertraut auf Gremium

Am 27. September steht der Beschluss über den Zuschuss zur geplanten Sportanlage auf der Tagesordnung des Stadtparlaments. Die Schulleitung der Europaschule vertraut darauf, dass die richtige Entscheidung getroffen wird.

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Auch für die Europaschule ist es wichtig, dass die Finanzierungslücke zum Bau der geplanten Leichtathletik-Anlage geschlossen wird und die Modernisierung planmäßig erfolgt.

Quelle: Archiv

Gladenbach. Die Modernisierung der Tennen-Leichtathletik-Anlage an der Biedenkopfer Straße ist für die Europaschule von besonderer Bedeutung. Mit der Sanierung käme die lang ersehnte 400-Meter-Bahn sowie das benötigte Sportfeld. Doch für die Finanzierung der Projekte des Turnvereins und des Sportvereins fehlt ein weiterer Zuschuss von 56000 Euro. Ein vom Magistrat auf den Weg gebrachter Dringlichkeitsantrag fand in der Augustsitzung keine Zwei-Drittel-Mehrheit, um ihn auf die Tagesordnung zu setzen.

Für die Europaschule steht viel auf dem Spiel. Eine 400-Meter-Bahn ist Grundvoraussetzung für die Ausrichtung von Bundesjugendspielen. Bisher musste ein Busverkehr eingerichtet werden, um die Schüler zur Sportanlage nach Lohra zu fahren. Auf den Kreis als Schulträger kamen Kosten von bis zu 6000 Euro zu. Mittlerweile hat sich die Situation verschlechtert.

„Das Geld steht nicht mehr zur Verfügung“, berichtet Günter Zell, stellvertretender Schulleiter und Sportlehrer. 2012 mussten deshalb ein Querfeldein-Lauf organisiert werden, damit die Bundesjugendspiele in der vorgeschriebenen Form stattfinden konnten. „Es war ein Notnagel“, gesteht Zell, der darauf hinweist, dass die Teilnahme an einem 1000-Meter-Lauf die Chancen auf eine Sieger- und Ehrenurkunde deutlich erhöht.

Für ein Jahr hatte die Schule die Notlösung mit dem Querfeldein-Lauf akzeptiert, in der Hoffnung, die geplante Anlage bald nutzen zu können. Denn nicht nur die Bundesjugendspiele werden auf der Leichtathletik-Anlage ausgerichtet. Auch der Sponsorenlauf für die Partnerschule in Tansania findet dort statt. Er musste diesmal in eine andere Aktion geändert werden und die Schüler sprangen für den guten Zweck (die OP berichtete). Die Aktion habe aber bei Weitem nicht die finanzielle Unterstützung gebracht, wie der Spendenlauf, erklärte Schulleiter Michael Prötzel. Auch macht er deutlich, dass eine Sportanlage für die Abiturprüfung benötigt wird. Dort fänden zudem diverse weitere schulische Veranstaltungen statt.

Zell beziffert die Sportstunden auf der Leichtathletik-Anlage pro Woche am Vormittag auf 6 bis 8 Stunden und am Nachmittag auf 10 bis 12 Stunden. Davon, dass die Entscheidungsträger der Stadt, der Vereine und des Landkreises wissen, dass die Europaschule mit ihren 1500 Schülern eine angemessene Sportanlage benötigt, geht Prötzel aus. Für ihn steht außer Frage, dass eine Lösung gefunden wird. Es handele sich nur um eine finanzielle Frage „als Tüpfelchen obendrauf“, die zu klären sei.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Projekt nicht wie geplant umgesetzt wird“, sagt der Schulleiter. Die Finanzierungslücke zu schließen, bezeichnete er zwar als harte Arbeit, aber er ist zuversichtlich, dass es klappt. Dass das Projekt nicht zum Scheitern verurteilt ist, belegt die Tatsache, dass ein „Freund“ des TV die Finanzierungslücke „übergangsweise“ - bis zu einer Entscheidung im Parlament - geschlossen hat. Der Gönner wollte verhindern, dass dem Verein durch Verzögerungen weitere Kosten entstehen (die OP berichtete).

Nun sind die Gladenbacher Stadtverordneten erneut gefragt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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