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Hinterland Schule zeigt sich sportlich
Landkreis Hinterland Schule zeigt sich sportlich
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17:11 05.09.2013
Teambuilding: Eine Gruppe richtet das „laufende A“, auf dem eine Mitschülerin steht, auf.Foto: Peter Gassner
Marburg

Soziales Lernen, Sucht- und Gewaltprävention und Förderung der Gesundheit. All das stand im Vordergrund beim Aktionstag an der Käthe-Kollwitz-Schule. „Käthe in Form“ lautete das Motto des sportlichen Events an der Berufsschule, das seit zwölf Jahren immer am dritten Donnerstag nach den Sommerferien stattfand. Dabei ging es nicht um eine Spendensammelaktion, sondern um eine Gelegenheit „die Vielfalt an unserer Schule zu leben“, so Schulsportkoordinator Harald Krahnke. Gemeinsam mit Anita Mühlhaus, Daniela Kahrmann und Jochen Müller war er für die Organisation des Sportfestes zuständig.

„Für Klassen, die schon länger zusammen sind, ist es auch eine Gelegenheit etwas zu präsentieren. Das ist zum Beispiel beim Gesundheitscheck der Fall“, erzählt Mühlhaus, Leiterin des „Qualitätszirkels Unterrichtsentwicklung“. Die Schüler hatten generell die Möglichkeit sich durch die Betreuung von Spielstationen oder die Ausgabe von Speisen und Getränken das Programm der Aktion mitzugestalten. Für neue Klassen hingegen sei es eine gute Gelegenheit, so Mühllhaus, sich „in sportlicher Atmosphäre kennen zu lernen“. Teambuilding war dementsprechend eines der wichtigsten Ziele des Festes.

Die Resonanz unter den Schülern war jedenfalls groß. Auch weil das Wetter mitspielte, aber nicht zuletzt wegen des großen Angebots an Betätigungsfeldern. So zählten zu den „Bewegungsaktionen“ ein Fußballturnier, ein Volleyballturnier, das Balancieren auf einer „Slackline“, Jonglieren, das auch als Trinkspiel bekannte „Wikingerschach“, Kistenklettern, Skateboardfahren, das Kooperationsspiel „Das laufende A“, Tischtennis und das vor allem bei Mädchen beliebte Zumba. Auch eine Station, an der die Schüler beim „Speed Stacking“ Becher stapeln konnten sowie ein Tischfußball-Turnier wurden angeboten. Aktionen aus dem Themenbereich „Gesundheit“ waren unter anderem eine Ganganalyse, eine Ernährungsberatung, ein Gesund- heitscheck, ein Life-Kinetik-Workshop und ein Rauschbrillen-Parcours, bei dem Betrunkenheit simuliert wurde. Für die verschiedenen Angebote kooperierte die Schule mit der Polizei, der Krankenkasse Barmer, der St- Elisabeth-Apotheke, dem Sanitätshaus Kaphingst und dem Therapiezentrum Reha Fit.

Die Schülergruppen bekamen jeweils einen Laufzettel zugeteilt, die sie an jeder Station unterschreiben lassen konnten. Für das Punktesammeln winkten einigen der Teilnehmer auf diese Weise Preise. Überbetonen wollten die Organisatoren den Wettkampfgedanken dann aber auch nicht. „Wir haben zum Beispiel beim Fussballturnier vorgegeben, dass in jeder Mannschaft mindestens zwei Mädchen mitspielen müssen“, sagte Krahnke. „So verhindern wir, dass die Jungs nur draufbolzen und stärken den Teamgedanken“, erklärte er.

Die Schule sieht sich nach offiziellen Angaben einer umfassenden Gesundheitsförderung, der interkulturellen Arbeit, der Integration und Förderung, sowie der ökologischen Verantwortung verpflichtet. Aggressivität auf dem Sportplatz wolle man daher unterbinden, so Krahnke.

Die Veranstaltung sei immer „ein Highlight“ zu Beginn des Schuljahres und man habe zudem auch bisher immer Glück mit dem Wetter gehabt.

Um die Veranstaltung von Jahr zu Jahr attraktiv zu halten, versuche man zudem immer etwas Neues anzubieten. Wenn das gelingt, ist die Voraussetzung für ein weiteres Anliegen Krahnkes gegeben. Denn, so sagt er, „wir wollen es uns an diesem Tag auch einfach gut gehen lassen“. von Peter Gassner

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