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Schöne Bescherung für Vereine

Landeszuschüsse Schöne Bescherung für Vereine

Staatsminister Boris Rhein kommt nach Bad Endbach. Darüber freuen sich zwei Vereine und zwei Feuerwehren aus der Großgemeinde. Denn sie warten auf Zuschüsse aus Wiesbaden.

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Premierentraining auf dem Kunstrasenplatz des SV „Rot-Weiß“ Hartenrod: Über das neue „Geläuf“ freuen sich (von links) Torben Plitt, Andreas Hinterlang, Daniel Deutsch und Mirko Eckel.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Bad Endbach. Der hessische Minister des Inneren und für Sport bringt drei Bescheide mit: Zuschüsse gibt’s für ein Einsatzfahrzeug der Hartenroder Wehr, den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Wommelshausen und die Mehrzwecksportanlage in Hartenrod.

Die größte Summe aus Wiesbaden fließt in das Gemeinschaftsprojekt von Sportverein und Turnverein in Hartenrod.

Eine große „Muskelhypothek“, die große Unterstützung durch die Gemeinde, jede Menge Zuschüsse und nicht zuletzt auch ein problemlos zu bedienendes Darlehen machen es möglich, dass an der Mittelpunktschule in Hartenrod eine Mehrzwecksportanlage entsteht, die dem Fußball und der Leichtathletik dient. Seit Jahrzehnten träumt der rund 770 Mitglieder zählende Turnverein Hartenrod von einer modernen Leichtathletikanlage.

Die Tennen-Anlage mit ihrer Deckschicht, einem Gemisch aus Sand und Steinen, war nicht mehr zeitgemäß und schon gar nicht für Leistungssport geeignet. Zudem waren Deckschicht und Unterbau sanierungsbedürftig. Das gleiche galt für den Hartplatz, der von den Jugend- und Seniorenmannschaften des SV Rot-Weiß Hartenrod in den Wintermonaten genutzt wurde. Auch die angrenzende Mittelpunktschule wollte Fußballplatz, Laufbahn und die anderen Anlagen gerne intensiver nutzen. Aber beim Kicken auf dem Hartplatz gab’s viele Schürfwunden, im Sommer staubt es ohne Ende, und in der nassen Jahreszeit versank man zuweilen förmlich im Matsch. Im Sommer begann der Umbau der Anlagen, der nun größtenteils abgeschlossen ist.

185000 Euro der Gesamtkosten in Höhe von 752100 Euro werden über ein Darlehen finanziert, das über die Nutzungsgebühren der Schule für die Anlage abgezahlt wird. 150420 Euro Zuschuss werden vom Land erwartet, vom Landkreis fließen 75210 Euro über den Fachdienst Sport und 65000 Euro über die Sonderfinanzierung Schulsport. Ebenfalls aus zwei Fördertöpfen bedient die Gemeinde Bad Endbach das Projekt.

Vereine mussten ihreProjekte abspecken

Jeweils zehn Prozent (83500 Euro) von den Gesamtkosten fließen über die Förderung des Sportstättenbaus und die Förderung der Infrastruktur. Der Landessportbund überweist 16821 Euro. Die Vereine wollen 67699 Euro an Eigenmitteln und 24930 Euro an Eigenleistung mit einbringen. Da sich die zunächst vom Land in Aussicht gestellte Förderung in Höhe von 30 Prozent nicht bewahrheitete, wurde das ursprünglich mit 835000 Euro kalkulierte Projekt kräftig abgespeckt.

Am Dienstagabend war Premieren-Training auf dem neuen Kunstrasenplatz. Bereits am Montag nahmen Vertreter der Firma Polytan die Anlage ab. Eigentlich sollte bis zur Inbetriebnahme des Fußballplatzes auch die Leichtathletikanlage fertiggestellt sein. Doch der Einsatz des -Bautrupps, der die Asphalt-Tragschicht aufbringen soll, hat sich verzögert. „Uns wurde jetzt versprochen, dass sie am Donnerstag nächster Woche kommen“, berichtet Markus Pitzer vom Präsidium des Sportvereins. Diese Arbeiten seien nicht so sehr vom Wetter abhängig, wohl aber das dann noch ausstehende Aufbringen der Kunststoffschichten, erklärt Pitzer. Dieser Bautrupp rückt nur an, wenn die Wetterprognose passt. Bis Ende des Monats sagen die Meteorologen allerdings nichts Gutes voraus.

Der Asphalt müsse auf jeden Fall aufgebracht werden, betont Markus Pitzer und erläutert, dass ansonsten über die Wintermonate während des Spiel- und Trainingsbetriebs zu viel Sand und Steine von dem Unterbau auf den Kunstrasen eingetragen würde, und das vertrage der Belag nicht. Die Firma sei bestrebt, auch noch in diesem Jahr den Kunststoff aufzutragen, sagt er, räumt aber ein, dass diese Arbeiten möglicherweise erst im Frühjahr ausgeführt werden können.

Neue Anlagen sollen intensiv gepflegt werden

Die zahlreichen Helfer in den beiden Vereinen haben ihre anvisierten Eigenleistungen erledigt. Der obere Teil des Zauns um die Sportanlage müsse noch errichtet werden, „dann sind die Arbeiten von Vereinsseite aus im Großen und Ganzen abgeschlossen“, freut sich Pitzer. Derweil müssen sich die Vereinsvorstände Gedanken über eine weitere Investition machen: Bei der Einweisung zur Pflege des Platzes, die Markus Pitzer als „Wissenschaft für sich“ bezeichnet, sei man zu der Erkenntnis gekommen, das ein Laubgebläse angeschafft werden müsse. „Da kommen wir nicht drum herum, es gibt um den Platz Bäume, deren Laub vom Wind zwangsläufig auf den Kunstrasen getragen wird“, sagt er. Die Preisspanne reiche von 150 Euro für ein kaum zu empfehlendes Billiggerät bis hin zu professionellen Geräten die bis zu 2500 Euro kosten.

Die Vereine werden sich wohl für die goldene Mitte entscheiden. Für diese nicht bedachte Investition suche man Sponsoren und sei auf einem guten Weg, gibt sich Markus Pitzer optimistisch. Spätestens in der nächsten Woche falle die Entscheidung über die Anschaffung eines Traktors samt Pflegeanbauten für den Kunstrasen sowie Mähwerk und Sammelbehälter für den Naturrasenplatz. Drei Angebote liegen den Vereinen vor. Die Investition belaufe sich auf etwa 300000 Euro, sagt Markus Pitzer. Die Gerätschaft wird dringend benötigt, denn der Kunstrasenplatz soll - nach Empfehlung der Herstellerfirma - regelmäßig mit dem Pflegegerät bearbeitet werden - einmal in der Woche, so plant es der Sportverein.

von Hartmut Berge

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