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Schließungs-Trend beunruhigt Politiker

Geldinstitute Schließungs-Trend beunruhigt Politiker

Die angekündigte 
SchließErst rief die Sparkasse Marburg-Biedenkopf mit ihren Schließungs- und Umwandlungsplänen von Geschäftsstellen eine Reaktion der Dautphetaler CDU hervor, nun wollen sich die Christdemokraten der VR Bank Biedenkopf-Gladenbach annehmen. Anlass ist die angekündigte Schließung der Filiale in Friedensdorf, womit es in dem Dautphetaler Ort in Nähe des neuen Zentrums der Gemeinde keine Geschäftsstelle eines Geldinstitutes mehr geben wird.ung der Filiale der VR-Bank in Friedensdorf ruft die Gemeindepolitik auf den Plan.

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Die VR-Bank-Filiale in Friedensdorf soll Ende April 2017 geschlossen werden. Die Ankündigung beschäftigt die Lokalpolitiker der CDU und demnächst auch der anderen Fraktionen der Gemeindevertretung.

Quelle: Sascha Valentin

Dautphetal. Die Entscheidung des Vorstands der VR Bank warf nämlich in den Reihen der Christdemokraten Fragen auf, bemerkt der CDU-Parteivorsitzender Christian Weigel.

Nach einer Fraktionssitzung erklärt er in einer Pressemitteilung: „Wir bedauern, dass sich der durch die Sparkasse im vergangenen Jahr eingeläutete Trend zur Zentralisierung des Filialnetzes nun auch bei der VR-Bank fortzusetzen scheint.“ Der CDU-Gemeindeverband wolle diesen Prozess kritisch begleiten, heißt es weiter „und dabei vor allem auf mögliche Nachteile gerade für ältere Bürger zu verweisen“.

Denn die CDU sieht die ­heimischen Banken in der ­Verantwortung, durch ihre ­Entscheidung die Prosperität, das wirtschaftliche Gedeihen, der kleineren Ortsteile nicht weiter einzuschränken.

Entscheidung überrascht den Gemeindevorstand

Und diese Entwicklung soll ­erneut ein Thema im Gemeindeparlament werden. Fraktions­vorsitzender Dr. Horst Falk kündigt im selben Schreiben diesen Schritt der Fraktion an. „Wir wollen den konstruktiven Dialog mit der Sparkasse und der VR-Bank weiter vertiefen“, sagt Dr. Falk. Zuvor möchte die CDU jedoch erfahren, „ob dem Gemeindevorstand Pläne der VR-Bank bekannt sind, weitere ­Filialen zu schließen.“

Kenntnisse über Pläne der VR-Bank hatte der Gemeindevorstand nicht, erklärt deren Sprecher, Bürgermeister Bernd Schmidt von den Freien Wählern, auf Anfrage der OP. Zwar sei aus Altersgründen des Mitarbeiters die Schließung der Filiale in Mornshausen absehbar, doch „dass es in Friedensdorf so schnell gehen würde, war nicht abzusehen“.

Zwar sei diese Entscheidung betriebswirtschaftlich nachzuvollziehen, findet der Bürgermeister, doch sie sei vor allem für ältere Menschen in dem Dautphetaler Ort mit Nachteilen verbunden. Deshalb müsse sich die Politik schon dem Thema stellen und es kritisch bewerten, zumal die Kreditinstitute immer ihre regionale Verbundenheit betonten. Für den Bürgermeister gilt es nun, „abzuwarten, was die Diskussion in den Gremien ergibt“.

Ob es wieder eine gemeinsame Resolution aller Fraktionen geben wird, ist somit offen. Eine solche verfassten die politischen Vertreter der sehr stark betroffenen Gemeinde, nachdem die Sparkasse im vorigen Jahr mit ihren Änderungsplänen an die Öffentlichkeit ging.

Als Reaktion darauf erhielt die Gemeinde ein mehrseitiges Schreiben der Sparkasse, in dem um Verständnis für die Schließung und Umwandlung von Geschäftsstellen in Selbstbedienungs-Centern geworben wird.
„Die darin enthaltenen Äußerungen waren sehr allgemein gehalten“, erwähnt Schmidt mit einem gewissen Bedauern.

von Gianfranco Fain

 
 
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