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Schallgutachten soll überprüft werden

Windpark Hilsberg Schallgutachten soll überprüft werden

In der jüngsten Sitzung des Steffenberger Parlaments wurde ausgiebig ein Antrag der Bürgerliste diskutiert. Laut diesem soll der Gemeindevorstand gegen das dem BimSchG-Genehmigungsverfahren zugrunde liegende aktuelle Schallgutachten zur Installation von Windrädern auf dem „Hilsberg“ durch die Gemeinde Bad Endbach vorgehen.

Niedereisenhausen. Dieses Schallgutachten, so Fraktionschef Roland Fritsch, hebe die verbindlichen Richtwerte der TA Lärm von 40 dB (A) um bis zu 2,5 dB (A) auf sogenannte Zwischenwerte an, obwohl das Bundesverwaltungsgericht die 40 dB in einem Urteil aus dem Jahre 2001 als Grenzwerte beurteilte. Durch eine Ausweitung des Schallpegels würden insbesondere die Bürger Steinperfs höheren Lärmbelästigungen ausgesetzt. Fritsch schlug vor, der Gemeindevorstand möge sich mit der Gemeinde Bad Endbach in Verbindung setzen, damit diese von der Anhebung auf den Zwischenwert absieht.

Im Auftrag der SPD-Fraktion sprach sich Karen Noppes-Trautvetter gegen den Antrag aus, obwohl sie ausdrücklich betonte, dass das Wohl der Steffenberger Bürger Priorität für die SPD-Fraktion genieße. Ein solches Handeln würde jedoch das „gute Miteinander“ mit der Gemeinde Bad Endbach aufs Spiel setzen. Zudem wolle die SPD-Fraktion nicht, dass sich die Steffenberger Parlamentarier in einem laufenden Genehmigungsverfahren vorschnell positionieren. Das von der Bürgerliste monierte Schallgutachten sei vom Regierungspräsidium in Gießen noch nicht genehmigt. Auch monierte Noppes-Trautvetter das Schwarz-Weiß-Denken in der Angelegenheit „Hilsberg“.

Auch Detlef Ruffert (SPD) sprach sich gegen den Antrag aus und betonte, dass damit Stimmung gegen das Lärmgutachten gemacht würde. Sofern dieses genehmigt werde, müsste das Steffenberger Parlament darüber befinden und gegebenenfalls etwas unternehmen. Mit den Stimmen der Bürgerliste und der CDU-Fraktion bei Gegenstimmen der Genossen wurde der Antrag der Bürgerliste mehrheitlich angenommen.

von Klaus Peter

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