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Schäfer trifft auf starken Gegenwind

Windpark Schäfer trifft auf starken Gegenwind

Trotz aufkommender Emotionen blieb die Diskussion während der Informationsveranstaltung zum geplanten Bad Endbacher Windpark überwiegend sachlich.

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Aufmerksam verfolgten die mehr als 400 Zuhörer im Bürgerhaus Holzhausen am Dienstagabend die Ausführungen der Podiumsgäste zum geplanten Windpark auf Bad Endbacher Gebiet an der Grenze zur Gemarkung Holzhausen.

Quelle: Michael Hoffsteter

Holzhausen. Als einen „Energiegipfel im Hinterland“, auf den die Holzhäuser Bürger ein Jahr und fünf Tage gewartet hätten, bezeichnete Dieter Jurkat, Mitglied der Holzhäuser Bürgerinitiative (BI) gegen „Windpark Hilsberg“, die knapp vierstündige Info-Veranstaltung am Dienstagabend im Bürgerhaus Holzhausen.

Nachdem die Podiumsgäste in mehr als zwei Stunden ihre Standpunkte abgegeben hatten, kamen die Besucher, die aufgrund des Sitzplatzmangels in sämtlichen Ecken des Bürgerhauses standen, zu Wort.

Dass die offene Diskussion aber erst so spät begann, nahmen die Zuhörer keineswegs geduldig hin. Immer wieder unterbrachen sie die Podiumsgäste und forderten vehement ihr Rederecht ein. Besonders wütend waren die Zwischenrufe während der Ausführungen von Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer, der aber nicht nachgab. 

Ein klares Statement gegen die Bad Endbacher Pläne kam von Wulf Hahn. Der Diplom-Geograph eines Beratungsbüros für Verkehrs- und Umweltmanage­ment machte deutlich, dass nach seiner gutachterlichen Prüfung die Genehmigung für den Windpark versagt werden müsse. Als Argumente nannte er unter anderem, dass die Lärmprognose fehlerhaft sei, und dass die Untersuchungen zum Eingriff in den Naturhaushalt unzureichend seien. Wenn das Regierungspräsidium eine Genehmigung aussprechen sollte, muss das Projekt nach Auffassung des Nabu Hessen beklagt werden, um den Wildwuchs der Windkraftanlagen zu stoppen“, stellte Hahn fest.

Markus Schäfer versuchte die Kritiker zu beruhigen, indem er zusicherte, dass die Bad Endbacher Gemeindevertretung sich mit der Resolution der Dautphetaler Politiker so schnell wie möglich befassen und darüber beschließen werde. Moderator Gerd Raach fasste dies als positives Signal dafür auf, dass „die Tür noch nicht zu ist“.

von Adrianna Michel

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