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Hinterland Sage rankt um Wahrzeichen des Ortes
Landkreis Hinterland Sage rankt um Wahrzeichen des Ortes
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19:23 13.12.2013
Die Infotafel am Ortsausgang Friebertshausen informiert Interessierte über die Dorf-Geschichte. Quelle: Dennis Siepmann
Friebertshausen

„Klein, aber fein“ könnte das Dorf-Motto lauten. Friebertshausen als kleines Dorf zu bezeichnen, ist schon fast übertrieben. Nur etwas mehr als 200 Menschen leben in dem Gladenbacher Stadtteil, was jedoch nicht bedeutet, dass der Ort keine Veränderungen erlebt. Projekte werden geplant und umgesetzt. Die Einwohner sind äußerst umtriebig. In der jüngsten Ortsbeiratssitzung stellte Ortsvorsteher Hartmut Möller bisherige und zukünftige Projekte in einer Bildpräsentation vor. Besonders erfreut zeigte er sich über das Aufstellen der Informationstafel an der „Wolfskapelle“ am Ortseingang.

Diese Infotafel sei eine Visitenkarte des Ortes, die durch Spenden von Privatpersonen und Vereinen, wie etwa der Jagdgenossenschaft, finanziert wurde.

Insgesamt habe die Tafel rund 2000 Euro gekostet, berichtet Möller. Die Konzeption sowie die Texte und Bilder hätten die Mitglieder des Ortsbeirats erstellt. Gestaltung und Kartografie habe Dr. Lutz Münzer aus Marburg übernommen.

Das Anfertigen der Funda­mente, der Anstrich und die endgültige Montage erfolgten in Eigenleistung. Tatkräftig unterstützten dabei besonders Jürgen Damm, Lothar Hahn, Helmut Koch, Dieter Leinweber, Edwin Weber, Ralf Timmig, Gisbert Becker und Lothar Merte.

Ebenfalls involviert war der städtische Bauhof, der sich um die Böschungsbefestigung kümmerte. Im letzten Akt zum Thema Infotafel geht es um das Dach, das noch eine Schieferverkleidung erhalten soll.

Sage um das historische Gebäude „Wolfskapelle“

Thematisch wird informiert über die genaue geographische Lage von Friebertshausen. Dazu zählt natürlich auch die höchste Erhebung des Ortes, der Donnerberg (370 über NN).

Wissenswertes erfahren die Infotafel-Leser auch über die Entstehung einer umweltfreundlichen Siedlung, die im Jahr 1987 erschlossen wurde und eine Fläche von 5,5 Hektar ausweist. Bis 2002 sind dort 18 Wohnhäuser und Nebengebäude entstanden, die ausschließlich unter ökologischen und bau­biologischen Kriterien errichtet wurden. Diese Siedlung zählt zu einer der ersten dieser Art im gesamten Bundesgebiet.

Auch die Geschichte der Wolfskapelle, die aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt und möglicherweise als Wallfahrtskapelle genutzt wurde, wird auf der Tafel beschrieben.

Aufgeführt ist auch die Sage aus dem Jahre 1628, die sich um dieses historische Gebäude rankt. Demnach habe ein Metzger aus Gladenbach ein Kalb an die offene Kirchentür gebunden. Dieses Kalb wurde von einem Wolf aufgespürt. Bei dem Versuch, es zu erlegen, verfehlte der gefräßige Wolf das Kalb und sprang durch die offene Tür ins Kircheninnere. Das Kalb, das sich in seiner Not losreißen wollte, habe sodann die Kirchentür aus den Angeln gehoben, sodass der Wolf erschlagen wurde. In einer anderen Version der Sage wurde der Wolf durch die geschlossene Kirchentür hindurch erschossen.

Schwalbenbaum soll24 Nestern Platz bieten

Weiterhin informiert die Tafel historisch Interessierte über die Ortschronik von „Fredebrachtishusen“, das erstmals 1324 in den Ämöneburger Kellereirechnungen genannt wird. Beschrieben wird auch der über Hunderte von Jahren bedeutsame alte Grenzverlauf in dieser Region.

Nach Angaben von Hartmut Möller soll im März ein weiteres Projekt verwirklicht werden: die Aufstellung eines Schwalbenbaums. Diese vogelfreundliche Vorrichtung befindet sich derzeit in Vorbereitung. Den entsprechenden Mast dazu habe der Jagdpächter gestiftet.

Der Schwalbenbaum soll Platz für 24 Nester bieten. Für den Standort des Baumes ist eine städtische Fläche im Bereich Allnabrücke/Mühlgraben vorgesehen.

Ortsvorsteher Möller hofft sehr, dass die Schwalben diesen Ort annehmen und im Frühjahr dort ihre Nester errichten.

Unter www.friebertshausen.de kann diese Informationstafel eingesehen werden.

von Helga Peter

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