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Seibel & Reitz in Breidenstein stellt Insolvenzantrag

Wirtschaft Seibel & Reitz in Breidenstein stellt Insolvenzantrag

57 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel: Die Firma Seibel & Reitz (SuR) hat einen Insolvenzantrag gestellt. Die Suche nach einem Investor läuft.

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Das Breidensteiner Familienunternehmen Seibel & Reitz ist insolvent.

Quelle: Thorsten Richter

Breidenstein. Bereits vor einer Woche hat das Unternehmen den Insolvenzantrag gestellt. Das Marburger Amtsgericht bestellte Rechtsanwältin Gundula Pierson von der Kanzlei Schultze & Braun zur vorläufigen Insolvenzverwalterin.

Das teilte die Kanzlei am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Demnach laufen die Geschäfte vorerst uneingeschränkt weiter. „Die 57 Mitarbeiter sind bis einschließlich Februar über das Insolvenzgeld abgesichert“, heißt es.

Ursache für die wirtschaftliche Schieflage sei demnach der enorme Preisdruck am Markt. „SuR ist ein Qualitätshersteller mit den entsprechenden Kosten im Einkauf und in der Produktion. Diese Kosten kann das Unternehmen aufgrund der niedrigen Preise, die derzeit am Markt aufgerufen werden, nicht vollständig refinanzieren“, erläutert Gundula Pierson.

Auftragsbücher sind voll

Das habe die Liquidität belastet und schließlich den Insolvenzantrag notwendig gemacht. Pierson ist zuversichtlich, eine Lösung für SuR finden zu können: „Die Auftragsbücher sind voll, die Produkte stehen für eine hohe Qualität, wie sie andere Hersteller kaum anbieten.“ Sie stehe bereits mit mehreren Investoren in Verbindung.

„Es hat schon vor dem Insolvenzantrag erste Gespräche über den Einstieg von Investoren gegeben“, erläutert Pierson. „Daran können und werden wir anknüpfen. Zusammen mit meinem Kollegen Alessandro Honert führen wir bereits international Verhandlungen mit Interessenten“, berichtet sie. Ziel sei es, das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

„Seibel & Reitz“ wurde 1948 gegründet. Das Familienunternehmen produziert Kamin- und Abgassysteme sowie schalldämmende Produkte. Neben dem Stammsitz in Breidenstein gibt es ein weiteres Werk in Bad Laasphe.

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