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Hinterland SPD diskutiert über Sterbehilfe
Landkreis Hinterland SPD diskutiert über Sterbehilfe
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19:03 30.03.2015
Diskussionsrunde des SPD-Ortsvereins Lohra mit dem Bundestagsabgeordneten Sören Bartol zum Thema „Sterbehilfe“. Quelle: Anita Ruprecht
Lohra.

Im Bundestag läuft derzeit eine Debatte über eine Neuregelung der Sterbehilfe. Grundsätzlich bestehe Einigkeit darüber, Hospize und Palliativmedizin, die pflegerische und medizinische Sterbebegleitung, zu fördern, sagte Bartol. Organisierte oder gar kommerzielle Sterbehilfe, wie sie in anderen europäischen Staaten möglich ist, dürfte im deutschen Bundestag wohl keine Chance haben, meinte Bartol.

Elfriede Köhler berichtete von ihren Erfahrungen im Hospizdienst „Immanuel“, wo sie schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet. Für den Staat sei es wichtig, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, sagte Bartol und er fügte hinzu, die Parlamentarier müssten sich fragen, ob überhaupt etwas geändert werden müsse. Wie Köhler angedeutet hatte, sei jeder Fall einzeln zu bewerten, sagte Bartol und die Parlamentarier müssten aufpassen, etwas regeln zu wollen, was nicht zu regeln sei. Bei dem Trauma der NS-Vergangenheit Deutschlands, bei der sogenanntes „unwertes Leben“ gezielt vernichtet wurde, sei die aktive Sterbehilfe in Deutschland kein Thema, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Hermann Schorge.

Das Gute an der aktuellen Bundestagsdebatte sei, dass Themen wie Hospizbewegung und Palliativmedizin diskutiert und bekannt werden, sagte Bartol. Die Versammelten waren sich einig, dass das Thema „Tod und Sterben“ in weiten Kreisen der Gesellschaft tabuisiert und verdrängt werde.

von Anita Ruprecht

Der Turnverein 1907 Lohra ist mit 643 Mitgliedern der größte Lohraer Verein. Die Kosten für den Verein seien generell gestiegen, sagte Vorsitzender Heinz Koch.

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