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18:41 05.06.2013
109 Stufen führen hinauf auf das Plateau des Kaiser-Wilhelm-Turms, der einen herrlichen Ausblick bietet, wie auf dem Foto oben zu sehen ist.Fotos: Pfeifer-Sternke
Biedenkopf

109 Stufen muss ein Besucher nehmen, bevor er auf dem Plateau des Kaiser-Wilhelm-Turms einen Rundumblick von der höchsten Erhebung in der Region genießen kann. Bei guter Sicht reicht der Blick bis zum Herkules in Kassel und man erkennt die Rhön, das Rothaargebirge, den Kellerwald, den Eisenberg im Knüll, den Vogelsberg und den Taunus.

Vor 100 Jahren wurde der Aussichtsturm in „erstaunlich kurzer Zeit“ errichtet, berichtet Karl-Heinz Schneider, der am Sonntag während der Jubiläumsfeier, die um 13.30 Uhr beginnt, einen historischen Rückblick gibt. Damals sei es eine logistische Herausforderung gewesen, die Baumaterialien zur Baustelle in den Wald zu bringen. Dort, wo heute der vom OHGV Zweigverein Biedenkopf sanierte Turm steht, habe es schon zwei Vorgänger gegeben: einen Turm aus Trockenmauerwerk und dann ein Vermessungsgerüst, das als Aussichtsturm genutzt wurde, berichtet Schneider. Nach einem zehnjährigen Streit mit der Forstbehörde sei 1913 mit dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Turms begonnen worden. Bauträger und Eigentümer sei der Touristenverein gewesen, der später in den OHGV überging.

In den vergangenen 30 Jahren hat der Verein erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Turm für Besucher öffnen zu können. Für den Rundumblick bittet der Verein um eine Spende von 50 Cent. Der Turm hat auch eine Besonderheit: Er steht auf der Grenze der Landkreise Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf.

von Silke Pfeifer-Sternke

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