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Ruhestätte unterm Gemeinschaftsbaum

Bad Laasphe Ruhestätte unterm Gemeinschaftsbaum

Bestattungen in der Natur finden immer mehr Interesse. Ein Beispiel dafür ist der „FriedWald“ in Bad Laasphe, er zählt zu den stetig wachsenden Begräbniswäldern in Deutschland.

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Im Friedwald bei Bad Laasphe werden die Urnen neben den Wurzel von Laubbäumen beigesetzt. Reservierte Bäume erkennt man an einem Band. Beliebt sind auch Gemeinschaftsbäume.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Bad Laasphe. Seit zehn Jahren gibt es in Deutschland die Möglichkeit, sich in einem Friedwald bestatten zu lassen.

Die Asche von Verstorbenen außerhalb von Friedhöfen, mitten im Wald beizusetzen, das galt um die Jahrtausendwende noch als Sensation.

Mittlerweile hat sich diese alternative Bestattungsform fest etabliert – auch in Bad Laasphe. In den vergangenen zehn Jahren haben 783 Menschen auf dem Laaspher Schlossberg ihre letzte Ruhe gefunden.

Man muss schon genauer hinschauen, um einen Friedwald als solchen zu erkennen. So auch in Bad Laasphe. Abgesehen von Hinweisschildern und einer Tafel, auf der die Friedwald-Satzung zu lesen ist, deutet auch in Bad Laasphe auf den ersten Blick nichts darauf hin, dass dieser idyllische Laubwald Bestattungsort ist.

Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass einige Bäume mit Bändern markiert sind, sie sind damit als reservierte Bestattungsbäume ausgewiesen. Andere sind mit kleinen Schildern versehen, auf denen Namen zu lesen sind. Welche Bäume als Bestattungsplätze in Frage kommen, richtet sich nach der Beschaffenheit des Waldes, sagte Friedwald-Pressesprecherin Corinna Brod.

Nicht nur die Zahl der Standorte hat sich seit der Eröffnung des ersten Friedwaldes vor zehn Jahren geändert. Mittlerweile, so Brod, sei die Möglichkeit hinzugekommen, sich an einem „Prachtbaum“, einem besonders stattlichen Gemeinschaftsbaum, bestatten zu lassen.

Gelegenheit, den Friedwald Bad Laasphe kennenzulernen, gibt es bei kostenlosen Waldführungen. Die Termine sind unter www.friedwald.de zu finden oder unter 061 / 5 58 48-2 00 zu erfragen.

von Björn-Uwe Klein

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