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Hinterland Rückkehrrecht vor der Verlängerung
Landkreis Hinterland Rückkehrrecht vor der Verlängerung
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19:19 19.06.2012
Die Beschäftigten im Universitätsklinikum – hier vor einer Betriebsversammlung in der vergangenen Woche – stehen vor einer unsicheren Zukunft. Foto: Thorsten Richter Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Es bleibt dabei: Der Medizinkonzern Fresenius bietet Aktionären des Rhön-Konzerns 22,50 Euro pro Aktie - und zwar bis zum 27. Juni Abends.

Mit dieser Klarstellung beendete Fresenius-Chef Ulf Schneider gestern die Spekulationen, der Übernahmepoker um den Rhön-Konzern könne in die Verlängerung gehen.

„In Anbetracht der hohen Bewertung ergibt die Transaktion für uns nur dann einen Sinn, wenn wir zügig mit der geplanten Integration voranschreiten können“, sagte Schneider der Nachrichtenagentur Reuters in einer schriftlichen Erklärung. „Daher werden wir die Mindestannahmeschwelle nicht absenken.“ Das heißt: Die Übernahme im Volumen von 3,1 Milliarden Euro gelingt nur, wenn Fresenius bis zum 27. Juni Abends 90 Prozent der Rhön-Anteile plus eine Aktie einsammeln kann. Die 90-Prozent-Hürde ist deswegen wichtig, weil in der Rhön-Satzung für strategische Entscheidungen eine 90-Prozent-Mehrheit vorgesehen ist.

Noch immer gibt es an der Börse Zweifel, ob die Übernahme gelingt. Bitter für Fresenius: Die Ratingagentur Standard + Poors (S+P) teilte mit, dass für sie Fresenius nach wie vor ein Kandidat für die Herabstufung der Bonität ist. Derzeit sortiert Standard + Poors Fresenius bei „BB+“ ein. S+P begründete die Überlegungen damit, dass sich die Verschuldung von Fresenius durch den Rhön-Kauf deutlich erhöhen würde.

Wohl auch deswegen erteilte Schneider laut Reuters-Mitteilung erneut aufkommenden Spekulationen über eine Erhöhung der Offerte von 22,50 Euro pro Aktie für Rhön erneut eine Absage.

Grüne verlangen Auskunft von Kühne-Hörmann

Unterdessen beschäftigt sich heute der Wissenschaftsausschuss des Hessischen Landtags erneut mit den Übernahmeplänen und der Rückkaufoption des UKGM durch das Land Hessen. In nicht-öffentlicher Sitzung muss Ministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) auf einen dringenden Berichtsantrag der Grünen antworten. Die wollen unter anderem von der Landesregierung wissen wollen, welche Konzepte bisher seitens des Fresenius-Konzerns vorgelegt wurden, um im Falle einer gelungenen Übernahme des Betriebs des Universitätsklinikums die Berücksichtigung von Forschung und Lehre sicherzustellen? Die Grünen verlangen weiter Auskunft über die Frage, welche weiteren Verhandlungen notwendig werden.

Wie klar sich Kühne-Hörmann heute äußern wird, das bleibt die spannende Frage. Bisher hat es die Landesregierung abgelehnt, sich zu den Optionen zu äußern - das verschlechtere die Verhandlungsposition mit Fresenius. Eine Haltung, die auch der heimische SPD-Abgeordnete Dr. Thomas Spies im Grundsatz teilt, die aber in Marburg zu der Befürchtung führt, die Öffentlichkeit werde nicht ausreichend über die Optionen nach der Rhön-Übernahme informiert.

Die Grünen haben deswegen einen weiteren Antrag eingebracht, in dem die Landesregierung aufgefordert werden soll, „die Beteiligten in den Diskussionsprozess über die Zukunft des Universitätsklinikums einzubeziehen.“ Die Landesregierung soll ein Gesamt-Konzept für das UKGM erstellen, das alle zur Zeit möglichen Optionen der Trägerschaft wie den Rückkauf durch das Land, die Übergabe an gemeinnützige Trägerschaft oder Übernahme durch privaten Träger beleuchtet, fordern die Grünen und, entscheidend: Der Landtag soll über das Konzept abstimmen.

Kaum wahrscheinlich, dass diese Forderung, so einleuchtend wie sie auch klingt, eine Forderung im Landtag finden wird.

Einigkeit scheint unter den Fraktionen im Hessischen Landtag dagegen darüber zu bestehen, dass das Rückkehrrecht für frühere Landesbeschäftigte bis zum 31. Dezember verlängert wird. Heute im Ausschuss und endgültig kommende Woche im Plenum wird das Parlament den entsprechenden Gesetzentwurf der SPD beschließen.

von Till Conrad

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