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Route führt zu historischen Stätten

Grenzgang Route führt zu historischen Stätten

Die Mitglieder des Festausschusses „700 Jahre Hartenrod“ stellten den am 29. Dezember 2010 geplanten zweiten Grenzgang vor.

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Mitglieder des Festausschusses „700 Jahre Hartenrod“ sowie deren historischer Begleiter Karl-Otto-Bamberger (Zweiter von rechts) stellten den für den 29. Dezember terminierten zweiten Grenzgangsabschnitt vor.

Quelle: Klaus Peter

Hartenrod. Am Mittwoch, 29. Dezember, findet der zweite Grenzgang statt, bei dem der südliche Grenzverlauf des Ortsteiles Hartenrod erwandert werden soll. Als Auftakt der 2011 anstehenden 700-Jahr-Feier Hartenrods findet der Grenzgang statt. Der erste Teil der Gemarkungsgrenze wurde am 29. Dezember 2009 abgelaufen. 380 Personen wanderten vor einem Jahr die Hartenroder Grenze ab. Der Festausschuss hofft, dass der zweite Teil der Wanderung, eine sieben Kilometer lange Strecke, auf einen ebenso großen Zuspruch bei den Bürgern des Bad Endbacher Ortsteils stößt.

Im Dorfzentrum „Jeegels Hoob“ stellten die Festausschussmitglieder Wolfgang Patzina, Hans-Jürgen Debus, Hermann Bamberger und der historische Begleiter des Grenzgangs, Karl-Otto Bamberger, die Wanderroute vor.

Der Startschuss für den zweiten Grenzgangs fällt um 9.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus Bad Endbach. Zunächst geht es in Richtung der „Heckenmühle“, von dort geht es weiter zum „Eisenberg“, um diesen herum in Richtung der Grenze zur Kerngemeinde Bad Endbach/Hartenrod.

Wie Karl-Otto Bamberger ausführte, habe sich im „Eisenberg“ die erste Eisenerzgrube der Gemarkung Hartenrod befunden. Auch sei dort 1957 ein Uranvorkommen vermutet worden, was einen rührigen Geschäftsmann aus Bad Homburg dazu veranlasst habe, mehrere Grundstücke zu erwerben. Bei näheren Untersuchungen habe sich jedoch herausgestellt, dass sich ein Abbau nicht lohnen würde, sagte Bamberger.

Weiter führt die Wanderung in den Bereich der 1350 angelegten Inneren Heege als einer historischen Grenzbefestigung. Die Wanderung tangiert dabei auch den ehemaligen „Schinnwasen“, wo vor vielen Jahren totes Vieh vergraben wurde. Die Wanderroute führt weiter oberhalb der Günteroder Schutzhütte zum Grenzbereich Günterod/Hartenrod und dann zum „Dreibeinigen Stuhl“. Dort treffen die Gemarkungsgrenzen von Bischoffen, Eisemroth und Hartenrod aufeinander.

Die Wanderung führt dann weiter an der Eisemrother Grenze entlang bis zu der Landstraße und von dort zum Ziel in Richtung „Jeegels Hoob“. Dort soll nach dem Eintreffen der Wanderer gegen 15 Uhr ein Gedenkstein enthüllt werden, der auf die 700-Jahr-Feier Hartenrods hinweist. Der Gedenkstein aus Diabas wurde gestiftet vom Diabaswerk Hartenrod und wird kostenlos von dem in Siegbach-Eisemroth ansässigen Steinmetzbetrieb Kaspari bearbeitet. Während dieses Grenzganges wird ein Rastplatz im Bereich des Günteroder Reitplatzes eingerichtet, wo die Pferdefreunde Hartenrod warme und kalte Getränke und auch warme Würstchen zur Stärkung bereithalten.

Dort werden auch die so genannten „Fresssäckchen“, deren Inhalt aus einem Würstchen, Brötchen und einem Apfel besteht, durch den Festausschuss verkauft.

Unterwegs wird Karl-Otto-Bamberger auf historische Punkte hinweisen. Seine Ausführungen sind Grundlagen für ein Quiz. Der Sieger erhält zwei Eintrittskarten für das Konzert der „Jungen Oberkrainer“, die am Festwochenende in Hartenrod auftreten. Der zweite Preis ist ein Sweatshirt und der dritte ein T-Shirt, jeweils mit dem Aufdruck, der auf die 700-Jahr-Feier hinweist.

von Klaus Peter

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