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Rollshausen knipst Straßenlaternen aus

Umfrage-Ergebnis Rollshausen knipst Straßenlaternen aus

In der Bürgerversammlung im Ortsteil Rollshausen am Montagabend wurden die Zuhörer über die Gemeindepolitik Lohras und Probleme des Ortes informiert.

Rollshausen. Ortsvorsteher Martin Hardt sprach die Themen Straßenbeleuchtung, Tempo-30-Zone Herborner Straße und Schutzhütte Rollshausen an, wobei sich die Schutzhütte als heißer Diskussionspunkt erwies. Nach dem Brand im Herbst und eingehender Prüfung der Liegenschaft, sieht sich die Gemeinde nicht mehr in der Lage, den Pachtvertrag mit der Feuerwehr Rollshausen zu denselben Konditionen weiterlaufen zu lassen. Ein inoffizielles Kaufangebot liege der Feuerwehr vor, das offizielle Schreiben wurde von Bürgermeister Georg Gaul in dieser Woche auf den Weg gebracht. Nun ist zu klären, wie man diese Liegenschaft in Zukunft behandeln will. Um Klarheit zu schaffen, schlug Gaul eine Arbeitsgruppe aus Bürgermeister, Ortsbeirat und Feuerwehr vor, die eine Lösung ausarbeiten soll.

Bei Verkehrsschau wird Engpass angesprochen

Über eine Tempo-30-Zone in der Herborner Straße kann nicht die Gemeinde entscheiden, da dies Kreisangelegenheit ist. Bei der nächsten Verkehrsschau im Juni soll dieser Abschnitt begutachtet werden. Gerade der Engpass Ortseingang aus Richtung Seelbach bedarf einer Prüfung, da sich dieser Abschnitt durch Lastwagen-Verkehr als äußerst gefährliche Ecke erwiesen hat.

Die Auswertung der Umfrage zur Straßenbeleuchtung ergab, dass man die Beleuchtung von Mitternacht bis 5 Uhr ausschalten könne. Allerdings fährt der letzte Bus um 0.20 Uhr Rollshausen an, daher wurde im Ortsbeirat vorgeschlagen, das Licht um 0.30 Uhr auszuschalten, berichtete der Ortsvorsteher.

Zuvor hatte Inge Weckend-Schorge als stellvertretende Vorsitzende der Gemeindevertretung die Bürgerversammlung eröffnet und Themen erörtert, an der die Gemeindevertretung mitgearbeitet hatte, wie zum Beispiel die Vergabe der Stromkonzession. Der Netzbetrieb wurde an die Stadtwerke Marburg vergeben, wobei der Vertrag noch aussteht. Zudem gab es einen Antrag aller Fraktionen, der die Energie-Wende in Lohra vorsieht. Hierzu gab es einen Informationsabend zum Thema Windkraft (OP berichtete).

Haushalt: Ergebnisse sind besser als angenommen

Gaul ging auf die Haushaltssituation der Gemeinde ein. Es sei zu bedenken, dass viele Gemeinden in den vergangenen Jahren über ihre Verhältnisse gelebt hätten. Die Gemeinde Lohra liege im Kreis mit der Aufarbeitung gut in der Zeit, die Eröffnungsbilanz 2009 ist fertiggestellt, die Jahresrechnungen 2010 und 2011 stehen unmittelbar bevor. Aus den Zahlen sei zwar noch keine Trendwende erkennbar, die Ergebnisse sehen jedoch weitaus besser als angenommen und in den Jahren zuvor aus, berichtete Gaul.

Es ist geplant ein Straßen- und Gehweg-Verzeichnis anzulegen, in dem deren Zustand vermerkt werden soll, um in den nächsten Jahren die sanierungsbedürftigen Straßen der Haushaltslage entsprechend zu erneuern.

Ins Haus steht den Eigentümern auch eine Änderung der Abwassergebühren, da der Verwaltungsgerichtshof die Satzungen verworfen hat. Daher sind die Gemeinden gehalten, die Abwassergebühren zu splitten. Zu diesem Thema sollen im Herbst Informationsveranstaltungen erfolgen. Gaul stellte auf einer Karte die Flächen vor, die für die Betreibung von Windkraftanlagen nutzbar wären und erläuterte die Vorgehensweise.

von Daniela Pieth

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