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Rohstoffpreise bilden Entwicklungsrisiko

IHK-Konjunkturbericht Rohstoffpreise bilden Entwicklungsrisiko

Die Energie- und Rohstoffpreise bilden die größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Das meinen 61,1 Prozent der von der IHK Kassel befragten Unternehmen.

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Die steigenden Rohstoffpreise bilden das größte Risiko bei der wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten. Das zumindest meinen 61,1 Prozent der Unternehmen, die von der IHK Kassel befragt wurden.

Quelle: Archivfoto

Marburg. 500 Betriebe aus Nordhessen und dem Altkreis Marburg haben die Fragen des IHK-Konjunkturberichts beantwortet und geben eine Zukunftsprognose für die kommenden zwölf Monate ab. „Bedenklich ist für die Unternehmer nicht nur die Entwicklung der Preise, sondern auch die Verknappung der Rohstoffe“, berichtet Oskar Edelmann, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer und Betreuer des Industrieausschusses.

„Die steigenden Rohstoffpreise werden zunehmend zum Problem für einige Branchen wie die verarbeitende Industrie und Logistiker.“ Als wichtigste Strategie, um auf die höheren Rohstoff- und Energiekosten zu reagieren, nennen die Unternehmen zuerst langfristige Bezugsverträge (34,8 Prozent). Mehr als jedes dritte Unternehmen reagiert auf die hohen Kosten mit einer Preisüberwälzung an den Endverbraucher (33,3 Prozent). Über 80 Prozent wünschen sich besonders stark, dass die Forschung mehr gefördert wird.

Immerhin elf Prozent der Befragten wollen im eigenen Unternehmen auf die Suche nach Einsparmaßnahmen gehen und überprüfen, wo und wie Energie effizienter genutzt, beziehungsweise eingespart werden kann.

Gut zwei Drittel der Befragten wünscht sich, dass der Rohstoffbezug handelspolitisch abgesichert wird. 60 Prozent sprechen sich für mehr Informationen und Beratung zum effizienten Ressourceneinsatz in den Unternehmen aus. Über ein Drittel sieht in der Verschärfung der gesetzlichen Recyclingquote eine geeignete Maßnahme.

„Trotz hoher Rohstoffpreise läuft die Wirtschaft im IHK-Bezirk aktuell auf vollen Touren“, berichtet Edelmann. „Der ungebrochene Aufwärtstrend hat seinen Grund vor allem in der Internationalisierung der Wirtschaft und steigender Binnennachfrage.“

Als zweitgrößtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten sehen die befragten Betriebe die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (43,7 Prozent), die Inlandsnachfrage (38,9 Prozent) und den Fachkräftemangel (31,9 Prozent) an.

Der IHK-Klimaindex ist über alle Branchen hinweg auf 130,7 Punkte gestiegen (Vorjahr: 108,1 Punkte). „Das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen, in vielen Branchen werden Rekordwerte erreicht“, sagt Edelmann. Waren zu Anfang nur die produzierenden Betriebe positiv gestimmt, nehmen jetzt auch die vom Endverbraucher abhängigen Branchen am Aufschwung teil. Und der Trend geht weiter nach oben. Der Optimismus für zukünftige Perspektiven habe sich vollends positiv entwickelt, bilanziert Edelmann.

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