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Rodenhäuser laufen ihre Grenze ab

Wanderungs-Revival Rodenhäuser laufen ihre Grenze ab

70 Wanderer erkundeten die Nord- und Ostgrenze Rodenhausens. Am Ziel „Hinterm Dünkelsloh“ wurde gerastet, und die Teilnehmer hatten Gelegenheit zum Plaudern.

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Rund 70 Teilnehmer nahmen am achten Rodenhäuser Grenzgang teil. Gegangen wurde entlang der Nord- und Ostgrenze des Lohraer Ortsteils.

Quelle: Daniela Pieth

Rodenhausen. Am Samstag war es wieder so weit - Rodenhausen hatte zum achten Grenzgang geladen und mehr als 100 Gäste hatten sich angemeldet. Hauptsächlich Rodenhäuser, aber auch Wanderer aus umliegenden Dörfern und viele Bekannte und Freunde waren bei strahlendem Sonnenschein unter den Gästen. Mit rund 70 Wanderern wurden die Nord- und Ostgrenze Rodenhausens unter dem Motto „Wasser in Rodenhausen“ begangen. Wer sich den etwa vierstündigen Marsch nicht zumuten wollte oder konnte, hatte ab dem Nachmittag Gelegenheit, zu den Wanderern zu stoßen. Am Ziel „Hinterm Dünkelsloh“ pausierten die Teilnehmer bei einem Imbiss.

Bei der Terminierung richtet sich das Organisationskomitee um Gaby Kraft nach den Mondphasen. So wandern die Rodenhäuser meistens am ersten Samstag nach Vollmond im September. Dass sie dabei oftmals noch den Wettergott auf ihrer Seite haben, ist für Gaby Kraft zwar nicht der Hauptgrund, um weiter zu machen, es trägt aber ein gutes Stück dazu bei.

Rodenhausen liegt am Ende des Krebsbachtals, umgeben vom „Dennberg“, den „Schneebergen“ und dem „Hemmerich“. In diesen Bergen gibt es mehrere Quellen. Dieses Quellwasser sammelt sich in kleineren Bächen und fließt in den „Seelbach“, südöstlich von Rodenhausen.

In der „Dremme“ gibt es Flusskrebse, die man am besten im Herbst beobachten kann. Sie verstecken sich gerne in Uferhöhlen und unter Steinen und sind ein Zeichen dafür, dass die Natur noch intakt ist. Vor sieben Jahren sind die Rodenhäuser die Strecke schon einmal gegangen, die an der „Bollerbrücke“ startete. Über die „Ochsenwiese“, „Erlenwiese“ und „Paffenwiese“ ging es zum „Weinkeller“, ehe man zum Gipfelkreuz auf dem „Hemmerich“ gelangte.

Nach einer Rast auf 475,7 Metern Höhe ging es talabwärts über das „Stangenroth“ und den „Halluh“ zur „Lohhecke“. Von dort wurde der letzte Abschnitt in Angriff genommen, der über „Kirchstatt“ und den Sportplatz zum „Dünkelsloh“ und somit zum Ziel führte. In den etwa vier Stunden Wanderung wurden sieben Kilometer zurückgelegt.

Auf der Wanderung wurden von den Organisatoren immer wieder Stopps gemacht, um auf die Örtlichkeiten und den Zusammenhang mit dem Wanderthema einzugehen. So kreuzte man die Bäche „Himmersbach“, „Ellersbach“ und „Seelbach“, ehe man über die „Dremme“ zum Ziel der Wanderung gelangte. Eingegangen wurde auf die Themen Wasserversorgung, Abwasser und den Wasser- und Bodenverband.

„Hinterm Dünkelsloh“ wartete dann eine Belohnung auf die hungrigen Wanderer. Von den 130 Hackbraten, dem großen Bottich Wildgulasch, fünf Blechen Kuchen und jede Menge Bierbeißern blieb nichts übrig. „Das war alles ratzeputz weg“, sagt Kraft. „Wir hätten dieses Jahr ruhig noch mehr da haben können.“ Nach dem Mittagessen und anschließendem Kaffee und Kuchen, wurde ausgiebig das gute Wetter genossen und sich mit den Anwesenden ausgetauscht.

Den Abschluss eines gelungenen Tages bildete das traditionelle Grenzgang-Feuer, das gegen 19 Uhr entzündet wurde.

„Es war auf jeden Fall wieder ein voller Erfolg“, erklärte Kraft. „Und das macht auch Mut zum Weitermachen. Das war jetzt der achte Grenzgang in Folge, der viel Vorbereitung in Anspruch nahm. Wir erarbeiten jedes Jahr ein Begleitheft, und es war auch unser Bestreben, die Geschichte Rodenhausens aufzuarbeiten. Wer alle Hefte hat, hat dann schon eine Art Chronik von Rodenhausen. Zumindest ist es eine gute Vorarbeit für eine Chronik, die wir dann eventuell einmal machen“, berichtet die Organisatorin.

Sie ist ganz sicher, dass es auf jeden Fall im Herbst nächsten Jahres eine weitere Wanderung geben wird. Wann? Der Termin richtet sich nach dem Mondkalender 2013.

von Daniela Pieth

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