Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Rockige Volksmusiker auf Erfolgskurs

Vorentscheid Rockige Volksmusiker auf Erfolgskurs

Die Lahntalmusikanten machen Volksmusik mit Rock-Einflüssen und werden in Kürze eine Maxi-CD mit Titeln wie zum Beispiel "Verkappte Rocker" veröffentlichen.

Voriger Artikel
Tollkühne Piloten zeigen Flugshow
Nächster Artikel
Grenzsteine, geortet, gerichtet, geputzt

Die Lahntalmusikanten freuen sich schon auf den Alpen-Grand-Prix-Vorentscheid, der am Samstag stattfindet.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Bad Laasphe. Schon seit längerem befassen sich die Lahntalmusikanten mit dem Gedanken, eigene Stücke zu produzieren. „Dieses Gefühl haben wir schon seit drei, vier Jahren“, sagt Bassist Thorsten Schmidt. Aus der Vorstellung ist nun Wirklichkeit geworden. Mit einem eigenen Stück werden sich die Lahntalmusikanten am Samstag beim Vorentscheid des Alpen-Grand-Prix in der Kategorie Volkstümliche Musik beteiligen.

Gegen mehr als 100 Mitbewerber haben sie sich im Wettbewerb um die Teilnahme am Vorentscheid durchgesetzt. „Das ist ein schöner Erfolg, der zeigt, dass wir mit unserer Musikrichtung richtig liegen“, sagt Schmidt. Fünf von zehn Bewerbern ziehen ins Finale ein, das am 19. Oktober in Südtirol stattfindet. Drei Finalisten werden von einer Fachjury ausgewählt, einer durch ein Fernseh-, einer durch ein Radiovoting. Das Stück, mit dem sich die heimischen Musiker zum Vorentscheid qualifiziert haben, heißt „Verkappte Rocker“.

Komponiert wurde es von den Lahntalmusikanten, den Text schrieb Heinz E. Klockhaus aus dem Oberbergischen. Er kennt den Alpen-Grand-Prix bestens und hat für die Lahntalmusikanten in der Vergangenheit auch den Text „Ich zeig dir das Lahntal“ geschrieben. Er war es auch, der die Lahntalmusikanten als „verkappte Rocker“ bezeichnete - während sie daran arbeiteten, Oberkrainer-Musik im „Rammstein“-Sound und umgekehrt zu interpretieren. Diesen Spruch habe er durchaus mit einer gewissen Faszination gesagt, berichten die Musiker. Dass Klockhaus eigene Erfahrungen beim Alpen-Grand-Prix gemacht hat, wussten die Lahntalmusikanten zu dem Zeitpunkt ihres Kennenlernens noch nicht. Dies stellte sich erst später heraus.

Auf den Wettbewerb aufmerksam wurden sie im Sommer 2011. „Wir haben damals vom Alpen-Grand-Prix gelesen. Daraus entstand die Idee, uns überregional bekannt zu machen.“ Der Wettbewerb 2011 sei zu diesem Zeitpunkt schon im Gange gewesen. Also habe man sich entschlossen, beim nächsten Mal mitzumachen, sagt Schmidt und fügt schmunzelnd hinzu: „Mer sei genomme woarn.“

Bei dem Alpen Grand Prix, der unter anderem auf dem Radiosender „Sunshine“ übertragen wird, gibt es neben der Kategorie Volksmusik die Schlager. Für die Lahntalmusikanten sei von vornherein klar gewesen, in welcher der beiden Kategorien sie mitmachen wollten, betonen die Musiker.

„Beim volkstümlichen Zweig haben wir die Chance, handgemachte Musik zu spielen. Der handgemachte Teil ist für uns zwingend erforderlich“, sagt Schmidt. Bezug nehmend auf den Titel „Verkappte Rocker“, der als einer von drei Titeln in Kürze auf einer Maxi-CD erhältlich sein wird, merkt Schmidt an: „Wir machen Volksmusik mit Rock-Einflüssen, aber es ist keine verrockte Volksmusik.“

Eines, so verdeutlichen die Lahntalmusikanten, sei ihnen auch für die Zukunft besonders wichtig, unabhängig davon, wie sie beim Grand Prix abschneiden: die Musik weiterhin als Hobby zu betreiben.

Die Zusammensetzung und die musikalische Ausrichtung der Lahntalmusikanten haben sich in den vergangenen 20 Jahren verändert. Aus einer Drei-Mann-Kapelle ist eine fünfköpfige Partyband geworden.

Die aktuelle Besetzung der Band besteht aus: am Bass Thorsten Schmidt (Herbertshausen), an der Gitarre: Torsten Schmidt (Breidenbach), am Akkordeon/Keyboard: Marco Fuchs (Wommelshausen), am Schlagzeug: Ralf Sesterhenn (Fischelbach) und Rhythm: Volker Becker (Aßlar).

von Björn-Uwe Klein

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr