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Hinterland Rittergut erhält 35000 Euro
Landkreis Hinterland Rittergut erhält 35000 Euro
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19:09 17.05.2013
Eine Spende über 35 000 Euro von Elisabeth Maaß (links, Deutsche Stiftung Denkmalschutz) und Gerhard Schulz (Zweiter von links, Lotto Hessen) bekamen Joachim und Irene Ohm-Winter vom Rittergut Elmshausen zur Fassadensanierung des Hauptgebäudes. Foto: Benedikt Bernshausen Quelle: Benedikt Bernshausen
Elmshausen

Stolze 35000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Lotto Hessen bekamen am Freitag Joachim und Irene Ohm-Winter, Eigentümer des Ritterguts Elmshausen. Das Geld soll der Familie eine Unterstützung bei der kostspieligen Sanierung der Fassade des denkmalgeschützten Hauptgebäudes aus dem 16. Jahrhundert sein.

Der Betrag setzt sich aus Mitteln der Bürgerstiftung sowie Glücksspiel-Zweckerträgen, die Lotto Hessen für gemeinnützige Zwecke spendet, zusammen. „Es freut mich sehr, dass Sie sich für uns interessieren und entschieden haben“, betonte Joachim Ohm-Winter. Und seine Frau strahlte: „Wir haben es schon so oft versucht. Das wir jetzt etwas bekommen - unglaublich!“ Aus eigener Kraft sei die Sanierung nicht zu schultern. Deshalb bemühte und bewarb sich die Familie seit über 20 Jahren um Fördergelder für das mittelalterliche Herrenhaus - ohne Erfolg. Erst zu Beginn dieses Jahres wurde ein Bewilligungsbescheid zugestellt.

„Die Dringlichkeit der Sanierung hat uns überzeugt“, erklärte Elisabeth Maaß, Ortskuratorin der Stiftung in Marburg. Denn an vielen Stellen ist der Putz bereits von der Wand gebröckelt, fallen Schiefer herab, liegen uralte Holzbalken und Mauerwerk frei. Mit Sanierungskosten von 150000 bis 200000 Euro rechnet Joachim Ohm-Winter - zumindest solange „böse Überraschungen“, die noch unter der Fassade lauern könnten, ausbleiben.

Die Arbeiten am Herrenhaus sollen nun innerhalb der nächsten drei Monate beginnen, schätzte Ohm-Winter bei einem Rundgang um das Gebäude, bei dem Lotto-Bezirksleiter Gerhard Schulz beeindruckt betonte, es sei schön zu sehen, wofür die Spende eingesetzt werde. Das Geld solle aber nur ein „Anschub für weitere Reparaturen“ sein, erklärte Elisabeth Maaß, die auch betonte, dass die Stiftung Denkmalschutz nur in Projekte investiere, die tatsächlich förderungswürdig seien.

Dafür müsse sich ein Antragsteller „harten Beobachtungen und Kontrollen“ unterziehen. Das Rittergut Elmshausen ist seit etwa 150 Jahren in Familienbesitz. 1986 übernahmen Joachim und Irene Ohm-Winter das Rittergut und wandelten den Mastbetrieb der Eltern in einen mittlerweile vielfach prämierten Pensionsbetrieb für Pferde um und aus. Heute gehört zum Hof auch eine Reitschule.

von Benedikt Bernshausen

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