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Hinterland Region Marburg profitiert von der Uni
Landkreis Hinterland Region Marburg profitiert von der Uni
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18:02 22.06.2012
Der Bereich "Forschung und Entwicklung" schnitt in der IHK-Studie zu Standortfaktoren im Altkreis Marburg mit "sehr gut" ab. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Es ist ein Update, das die IHK Kassel jetzt erstellt hat. Bereits vor zwei Jahren untersuchte der Geschäftsbereich Standortpolitik der IHK Kassel gut 20 Standortfaktoren und befragte zusätzlich zahlreiche Unternehmen. Das wurde jetzt wiederholt - mit dem Ergebnis, das sich im Altkreis Marburg nur wenig verändert hat: Die Unternehmerfreundlichkeit der Verwaltungen die vor zwei Jahren von den befragten Betrieben noch mit „mittel bis schlecht“ bewertet wurde, hat sich mittlerweile verbessert zu „gut bis mittel“. Verschlechtert hat sich dagegen der Standortfaktor „Fachkräfte“.

Dies ist jedoch in allen Regionen Nordhessens der Fall. Die Verfügbarkeit von Fachkräften wird durchweg mittelmäßig bis schlecht mit negativer Tendenz bewertet. Perspektivisch gehen die meisten der an der Studie beteiligten 319 Unternehmen davon aus, dass sie ihren Bedarf an gut ausgebildetem Personal in Zukunft nicht werden decken können.

Das steht besonders im Raum Marburg zwar im Widerspruch zu den Standortfaktoren „Forschung und Entwicklung“ und „Bildungsangebote“ - beide werden als „sehr gut“ bewertet - geht aber laut Studie vor allem auf den sich immer deutlicher abzeichnenden demografischen Wandel zurück, dem sich ganz Nordhessen stellen muss. Als Konsequenz daraus, empfehlen die Macher der Studie, die physische (Straße, Schiene) und virtuelle (DSL, Telekommunikation) Infrastruktur zu verbessern sowie das Image der Teilregionen aufzuwerten.

„Unser gesamtes regional- und wirtschaftspolitisches Handeln zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region fortlaufend zu verbessern“, erklärt Ulrich Spengler, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel und zuständig für den Geschäftsbereich Standortpolitik. Standortfaktoren entscheiden über die Attraktivität einer Region für dort ansässige Unternehmen, potenzielle Investoren und Fachkräfte, ist er sich sicher. Daher hat die IHK nicht nur die Stärken und Schwächen der nordhessischen Regionen analysiert, sondern eben auch Handlungsempfehlungen gegeben.

Für Marburg bedeutet dass, das noch offene Lücken an die Autobahnen 4 und 49 geschlossen werden müssen und Bundesstraßen für Anlieger ohne Ausnahme frei nutzbar sein sollten. Auch die Breitbandversorgung muss laut Studie noch weiter ausgebaut werden. Um dem Fachkräftemangel vorzubeugen, rät die IHK, die Wirtschaft in den Schulen frühzeitig einzubinden. Handlungsbedarf sieht die Studie auch in der Abfallentsorgung, bei Steuern und Abgaben sowie bei den Fördermitteln. Des Weiteren müsse die Unternehmerfreundlichkeit der Verwaltungen als Wettbewerbsvorteil weiter verbessert werden.

Keinen Verbesserungsbedarf im Altkreis Marburg gibt es in den Bereichen „Forschung und Entwicklung“ und „Bildungsangebote“, auch wenn laut Studie eine internationale Schule in der Region Marburg noch fehlt. Auch die Umweltqualität wird aufgrund der großen Wald- und Flurflächen als „sehr gut“ bewertet. Bei Gewerbeflächen ist der Landkreis „gut“ aufgestellt, beim Lohnkostenniveau und dem Erholungs-, Kultur- und Freizeitangebot ebenfalls.

Den ausführlichen Standortatlas für Nordhessen und Marburg gibt es im Internet unter www.ihk-kassel.de

von Katharina Kaufmann

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