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Rauschenberger Tapetenfabrik wird geschlossen

Insolvenz Rauschenberger Tapetenfabrik wird geschlossen

Die verbliebenen fünf Mitarbeiter der ehemaligen Rauschenberger Tapetenfabrik erhielten ihre Kündigung zum 30. April 2010. Jetzt haben sie Angst, dass sie keinen Lohn mehr erhalten.

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Das Ende der ehemaligen Rauschenberger Tapetenfabrik ist endgültig besiegelt.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Die vier Männer und eine Frau hatten zunächst auf Auszahlung des Weihnachtsgeldes 2008 sowie der Weitergabe der bereits vom Lohn einbehaltenen vermögenswirksamen Leistungen an die Versicherungsträger geklagt.

Ein ukrainischer Investor hatte die Rauschenberger Tapetenfabrik im September 2007 übernommen, nachdem das Unternehmen Anfang Juli 2007 Insolvenzantrag gestellt hatte. Jetzt beendet dieser osteuropäische Investor die Geschichte der Rauschenberger Tapetenfabrik endgültig.

Die Mitarbeiter berichteten auf Anfrage von Arbeitsgerichts-Direktor Hans Gottlob Rühle, dass der Betrieb bereits stillgelegt sei, und sie derzeit mit der Demontage der Maschinen beschäftigt sind. Gebäudehülle und Grundstück wurden bereikts an eine Rauschenberger Firma verkauft.

„Wir befürchten jetzt, dass wir kein Geld mehr sehen. Unseren letzten Lohn haben wir für August erhalten. Wir wissen nicht, wie es weitergeht, wir haben keine Sicherheit, ob wir auch unser zustehendes Gehalt bis zum April nächsten Jahres erhalten“, erklärten die Mitarbeiter: „Schließlich sitzen die Geschäftsführer in der Ukraine.“ Der deutsche Rechtsanwalt der Ukrainer stellte dazu fest: „Ich habe die Zusage, dass eine ordentliche Abwicklung erfolgen soll. Durch den Verkaufserlös für Grundstück und Fabrikationshalle sollen die Löhne der verbliebenen Mitarbeiter bis zum Ende der Kündigungsfrist gezahlt werden.“

von Michael Acker

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